Maxi: mit künstlicher Intelligenz im Gepäck auf in die Arbeitswelt
WAIZENKIRCHEN. Manuel Lanzerstorfer aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung und Daniel Aichinger aus Waizenkirchen haben gemeinsam Maxi, den Lerncoach auf Basis künstlicher Intelligenz, geschaffen. Damit wollen die beiden die Lehrlingsfortbildung revolutionieren.

Mit jahrelanger Erfahrung als Ausbilder und Trainer für Jugendliche kennen Daniel Aichinger und Manuel Lanzerstorfer die Bedürfnisse und Probleme von Lehrlingen. Das Verständnis für die Ausbildung junger Menschen hat sie dazu inspiriert, die Bildungslandschaft zu verändern. Die Idee für Maxi, das intelligente Chatsystem, entwickelte sich aus der Idee für nachhaltige Betreuungsstrukturen: „Wir haben überlegt, wie wir unsere Teilnehmer und Firmen nach den Trainings auch weiterhin gut unterstützen können, wenn wir nicht direkt vor Ort sind. Es gibt aktuell viel künstliche Intelligenz, aber unseres Wissens noch keine, die sich ganz konkret mit der Lehre beschäftigt“, sagt Aichinger, der selbst eine Lehre zum Tischler absolvierte.
Personalisierte Lernpläne
Maxi soll sich damit von Chatbots wie beispielsweise ChatGPT abheben. Er ist ein personalisierter Ausbildner, der Lehrlingen auf ihrem Weg zu beruflichem Erfolg zur Seite steht. Was Maxi jedoch wirklich auszeichnet, ist die Fähigkeit, sich an die individuellen Bedürfnisse und den Lernstil eines jedes Lehrlings anzupassen. „Maxi ermutigt dich, an dich selbst zu glauben, Ziele zu setzen und hart für deine Träume zu arbeiten“, erzählt Aichinger. Er erkennt die Stärken eines Lehrlings und entwickelt dadurch personalisierte Lernpläne. Von der Berufsschule bis zum Eintritt in die Arbeitswelt sei der Chatbot somit immer da, um Fragen zu beantworten, Erklärungen zu liefern und Übungen bereitzustellen.
Wenn Buch auf Chatbot trifft
Aber auch ihr neues Lehrlingsbuch „Lehrlingshelden“ soll mit einer Fülle an Ressourcen, Übungen und praxisnahem Wissen helfen. In Kombination mit Maxi haben Auszubildende Lernressourcen, die sie auf ihrem Weg zur Lehrabschlussprüfung und weit darüber hinaus begleiten – im Gegenzug können die Ausbildner und Trainer ihre Schüler damit fordern und fördern.
Realität und Geduld
Wie aber findet man als Jugendlicher heutzutage überhaupt eine Lehrstelle, mit der man glücklich werden kann? Aichinger rät zu realistischen Erwartungen: „Jeder startet mit unterschiedlichen Vorkenntnissen und Fähigkeiten. Es ist normal, am Anfang Unsicherheiten zu haben. Sei geduldig mit dir selbst und gib dir Zeit, dich einzuarbeiten.“ Die Lehre sei gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sehr wichtig, da sie eine direkte Verbindung zwischen Theorie und Praxis herstelle. „Die Lehre macht dich zu einer wertvollen Fachkraft, die von Unternehmen dringend gesucht wird“, sagt Aichinger. Der Waizenkirchner weiß aber auch um die aktuellen Probleme im Ausbildungssystem: „Die Wertschätzung der Lehrberufe, die Anerkennung eines erlernten Berufs und die Gleichstellung zwischen Fachkräften und Akademikern muss in der Gesellschaft hergestellt werden.“
Vision für die Zukunft
Die Vision des oberösterreichischen Unternehmens FlowCity, in welchem Aichinger als Trainer arbeitet, ist es, das Lehrsystem zu revolutionieren. „Nur mit motivierten, glücklichen und teamfähigen Lehrlingen stemmen wir den aktuellen Fachkräftemangel“, weiß der 31-Jährige, der auch als Notfallsanitäter arbeitet.
Mehr Informationen zum Chatbot Maxi und dem Lehrlingsbuch gibt es im Internet unter flowcity.at/lehrlingsseminare oder helden.flowcity.at


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