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Warnstreik beim OÖ. Hilfswerk in Bad Schallerbach

Gertrude Paltinger, BSc, 16.12.2025 16:15

BAD SCHALLERBACH. Einen Warnstreik haben Mitarbeiter des OÖ. Hilfswerks in Bad Schallerbach abgehalten.

  1 / 2   Die Mitarbeiter der mobilen Therapie des OÖ. Hilfswerks in Bad Schallerbach haben gestreikt. (Foto: Cornelia Pöttinger)

Nach der neuerlichen ergebnislosen Unterbrechung der Kollektivvertragsverhandlungen in der Sozialwirtschaft (SWÖ), es war die vierte Runde, ist es zu einem Warnstreik der mobilen Therapie des OÖ. Hilfswerks in Bad Schallerbach gekommen.

„Die Menschen vertrauen uns das Wertvollste an, das es gibt: ihre Kinder, ihre Eltern und ihre Gesundheit. Wer diese Verantwortung trägt, darf nicht am eigenen Einkommen scheitern“, erklärte dazu Cornelia Pöttinger, Betriebsratsvorsitzende des OÖ. Hilfswerks.

Derartige Streiks finden noch bis Donnerstag österreichweit statt. Bereits Anfang des Monats wurde in mehreren Einrichtungen des privaten Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereichs stundenweise gestreikt. Die Gewerkschaften GPA und vida pochen auf vier Prozent Lohnerhöhung für die rund 130.000 Beschäftigten.

Das jüngste Angebot der Arbeitgeberseite lautete: Mit 1. April 2026 sollen die kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um 2,3 Prozent steigen. Das entspricht einer Erhöhung von 1,72 Prozent für 2026. Die IST-Löhne und -Gehälter sollen mit 1. April 2026 um 2 Prozent steigen. Mit 1. Jänner 2027 sollen die kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um 1,7 Prozent, die IST-Löhne und -Gehälter um 1,5 Prozent steigen.

Für die GPA ist dieses Angebot unzureichend, gefordert werde ein entschiedeneres Auftreten gegenüber der Politik. Der Termin für die fünfte Verhandlungsrunde wird im Jänner sein.

„Besonders betroffen von der aktuellen Situation sind jene Berufsgruppen, die ohnehin seit Jahren unter Personalmangel leiden. Dazu zählen unter anderem mobile Therapeutinnen und Therapeuten sowie Beschäftigte in der Kinderbetreuung und im Pflegebereich. Die zunehmende Arbeitsverdichtung, steigende Anforderungen und gleichzeitig sinkende reale Einkommen verschärfen die Situation weiter“, fügt Pöttinger hinzu.


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