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GROSSSCHÖNAU. Der Sonnenplatz Großschönau mit seinem Bürogebäude und der Erlebnisausstellung SONNENWELT ist Teil eines großen Forschungsprojektes des Austrian Institute of Technology (AIT). Erforscht werden soll die intelligente Überwachung von Niederspannungsnetzen als wichtiger Bereich der Energiewende.

Beim Treffen der Forschungspartner (v.l.): (stehend) Sonnenplatz-Geschäftsführer Martin Bruckner, Marcus Meisel (TU Wien), Peter Zeller (FH OÖ), Friederich Kupzog (AIT), Stefan Mark (AIT), Hamad Khalil (FH OÖ), Wolfgang Hauer (EATON), Sharifi Mohammadhossein (FH OÖ); (sitzend) Bettina Frantes (Sonnenplatz), Alexander Wendt (TU Wien), Michael Bartonek (EATON), Moreno Andres (FH OÖ) und Werner Dichler (EATON).

Unser Stromnetz befindet sich derzeit im Umbruch. Lieferten früher allein große Kraftwerksbetreiber Energie, machen heute vor allem Photovoltaikanlagen die Stromproduktion auch im Kleinen möglich. Der Verbraucher ist somit auch Erzeuger: Er nutzt seinen selbst produzierten Strom nicht nur für sich, sondern speist ihn auch ins Verteilnetz ein.

Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, braucht es intelligente Netze. Genau hier setzt das vom Klima- und Energiefonds geförderte Leitprojekt „IniGrid“ an. Im Projekt werden innovative Sensoren und Aktuatoren ins Stromnetz von morgen integriert. Ausgetestet werden diese Sensoren im Rahmen eines Feldversuches am Sonnenplatz Großschönau.

Namhafte Partner trafen sich in Großschönau

Geleitet wird das Projekt vom Austrian Institute of Technology, mit an Bord sind zahlreiche namhafte Betriebe aus Industrie und Wissenschaft. So nicht nur das Schremser Unternehmen Eaton, sondern auch Infineon Technologies oder Linz Strom. Von Seiten der Wissenschaft ist die Technische Universität Wien und die Fachhochschule Oberösterreich mit an Bord. Die Partner des Forschungsprojektes haben sich kürzlich zu einer Besprechung zum Feldversuch in Großschönau getroffen.

Projekt wichtiger Schritt Richtung Energiewende

Aus Kostengründen konzentrierte sich die Überwachung der Energieversorgung bisher auf die großen Übertragungsnetze, also die „Autobahnen“ unserer Stromversorgung. Zukünftig müssen sich aber vor allem auch die Niederspannungsnetze – die „Abzweigungen und Straßen“, die zum Endverbraucher führen – durch ein effizientes Netzmanagement auszeichnen. Genau an diesem Punkt setzt das Projekt iniGrid mit der Entwicklung eines intelligenten Schalters an, der bisher getrennte Funktionen in einem Gerät vereint. Er misst, schaltet und schützt zugleich. „Sowohl Netzbetreiber als auch Komponentenhersteller zeigen bereits jetzt großes Interesse an diesen innovativen kostengünstigen Komponenten für aktive Verteilnetze,“ so Friederich Kupzog vom AIT, der Projektleiter von iniGrid.


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