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Grenzüberschreitende Bürgermeisterallianz gegen tschechischen Atom-Ausbau

Daniel Schmidt, 03.04.2017 12:11

GROSSCHÖNAU. Auf Einladung von Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) trafen sich Politker aus der Region, tschechische Bürgermeister und NGO-Vertreter in der Sonnenwelt Großschönau. Hintergrund des Treffens: Tschechien möchte die Atomkraft weiter ausbauen und auch die Planung für ein Atommüll-Endlager weiter vorantreiben. Beim bilateralen Treffen versuchte man hier eine gemeinsame Linie gegen diese Pläne zu finden. Dabei interessierten sich die tschechischen Atomkraft-Gegner auch für den niederösterreichischen Weg der Energiewende, denn mehr als 100 Prozent des Stromverbrauchs werden hier schon aus Erneuerbarer Energie, also aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse bereitgestellt.

  1 / 3   Gemeinsam mit Gästen aus Tschechien bekräftigte Landesrat Perkopf Niederösterreichs NEIN zu den Ausbauplänen der tschechischen Regierung.

Landesrat Stephan Pernkopf: „Wir brauchen ein atomkraftfreies Europa! Die Ausbaupläne des AKWs Dukovany sind auf Schärfste abzulehnen. 64.000 Niederösterreicher haben im UVP-Verfahren kritische Stellungnahmen abgegeben und sich damit klar gegen den Atom-Ausbau ausgesprochen. Auch auf tschechischer Seite formiert sich nun Widerstand, wie auch die heutige Bürgermeisterallianz beweist. Tschechien muss die Ausbaupläne überdenken und die Energiewende einleiten“, seitens des Landes Niederösterreich „helfe man gerne dabei“.

„Ich habe einfach Angst, nicht nur um mich, sondern vor allem um unsere Kinder. Es gibt nämlich zwei Phasen der Bedrohung: Die erste Phase ist der Bau als solcher und dann ist da natürlich der Müll, der für eine unvorstellbar lange Zeit unter der Erde gelagert werden soll“, so Zdeněk Leitner.

Als Treffpunkt wurde, zum Thema passend, die Sonnenwelt in Großschönau gewählt. Auch zahlreiche Bürgermeister aus den Bezirken Horn, Gmünd und Zwettl waren beim Treffen mit dabei und unterstrichen damit die ablehnende Haltung der Region gegen die tschechischen Atom-Pläne. An der Spitze der tschechischen Delegation standen Zdeněk Leitner, Bürgermeister von Okrouhlá Radouň und Bürgermeister-Sprecher der tschechischen Endlagerplattform, Edvard Sequens und Olga Kalisova von der Plattform „Call – Verein zur Erhalt der Umwelt“ sowie Jana Vitnerova, der Sprecherin des Umweltvereins ARNIKA.


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