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GRÜNAU/GMUNDEN. Tips-Leser Josef Thallinger aus Gmunden glückte im Cumberland Wildpark Grünau ein Schnappschuss vom „ersten Rendezvous“ des Bären mit seiner neuen Partnerin.

Foto: Josef Thallinger
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„In der Zeitung Tips las ich von der Neueröffnung des neuen gemeinsamen Geheges für die Bären und Wölfe. In der freien Natur begegnen sich die beiden Tierarten ja auch, haben jedoch viel mehr Platz und normalerweise geht man sich aus dem Weg.

Ich war als Naturfotograf natürlich sehr interessiert, wie denn das funktionieren kann. Also ging es in den Tierpark und sofort zum neuen, großräumigen Gehege für Wolf und Bär. Das war ein besonderes Glück zum richtigen Zeitpunkt dort zu sein. Am oberen Gehege standen einige Tierpfleger und schauten gespannt in das Gehege. Nichts war zu sehen, außer dass sich ein paar junge Wölfe herumtrieben. Im Unteren Teil, getrennt durch ein Gatter wartete scheinbar schon der Bärenmann.

Nun erfuhr ich auch die Hintergründe dieser spürbaren Anspannung. Die alte Bärin war mit 41 Jahren verstorben. Das ist ein stattliches Alter, denn Bären erreichen normalerweise ein Alter von 30 bis 35 Jahren. Aus einem Tierpark im Großglocknergebiet wurde nun eine Bärin angeschafft und in das neue Gehege übersiedelt. Getrennt voneinander konnten sich Bärenmann und Bärenfrau für ein paar Tage wittern und beäugen.

Nun öffnete sich das trennende Gatter und der stattliche Bärenmann mit geschätzten 300 kg machte sich schnurstracks auf den Weg zu einer künstlich angelegten Höhle. Dort drinnen war scheinbar die neu angekommene Bärin. Hin und wieder konnte man den Kopf erkennen, aber rauskommen wollte sie nicht. Auch der Bärenmann war vorsichtig und schaute nur zögerlich in die Höhle. Kaum entfernte er sich kurz, kam auch schon die Bärin zum Vorschein. Neugierig war sie, wenn auch vorsichtig, aber alles war friedlich, keinerlei Aggressivität war zu spüren.

Als sich der männliche Bär schließlich von der Höhle entfernte, kam auch die Dame zum Vorschein, durchaus stattlich war sie und ihrem männlichen Gegenüber körperlich durchaus ebenbürtig. Frechheiten sollte der sich nicht erlauben! Schließlich drehten beide Runden im Gehege, die Bärin vorne und der Bär schwer atmend hinten nach. Immer noch auf ein wenig Distanz, aber man kam sich auf wenige Meter näher. So ging es eine ganze Weile und ich machte mich dann auf den Weg zu den anderen Tieren im Park. Als ich lange beim Luchsgehege war, kamen zwei Damen auf mich zu, die auch am Bärengehege waren.

„Du bist drei Minuten zu früh gegangen!“, sagte eine zu mir. „Warum denn?“, fragte ich neugierig. Es stellte sich heraus, dass sich Bärenmann und seine neue Gespielin in den Wald zurückgezogen hatten und dort das taten, was auch Bären tun, um Nachwuchs zu bekommen. Scheinbar war es Liebe auf den ersten Blick! Und das beim ersten Date?! Vielleicht gibt es ja auch bald ein paar junge Bären zu bestaunen … wer weiß?

Auf jeden Fall ist der Tierpark einen Ausflug wert. Schaut ihn Euch an! Ich hoffe, dass auch die Bilder gefallen werden…“


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