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GRÜNAU/PETTENBACH. Um aktiv gegen die Bodenversiegelung vorzugehen, hat sich eine Gruppe Almtaler zusammengeschlossen und baut ein sogenanntes Tiny House.

Derzeit wird noch fleißig am Tiny House gebaut. (Foto: surfpoint.it)
  1 / 2   Derzeit wird noch fleißig am Tiny House gebaut. (Foto: surfpoint.it)

Tiny Houses sind Wohnmöglichkeiten mit geringem ökologischen Fußabdruck – im Großen und Ganzen handelt es sich dabei um winzige Häuser, die unter optimaler Platzausnutzung Wohnraum bieten wollen. Optimal für den Grünauer Bernhard Schachinger, der im Sommer die Sportschule Surfpoint Anfo am Idrosee in Italien betreibt. Mit an Bord ist auch der Pettenbacher Architekt Florian Radner, der bereits Erfahrung beim Bau von Tiny Houses hat. Von ihm stammt die mobile Bibliothek im Steyrtal, welche sich die Orte Hinterstoder, Steyrling und Klaus teilen.

Wohnraum „ohne grüne Wiese zu versiegeln“

Derzeit wird in einem Pettenbacher Vierkanter fleißig am Tiny House gebaut. Die Zeit von der Planung bis zur Fertigstellung beträgt ungefähr vier bis sechs Monate. Trotz der kleinen Grundfläche bietet das Tiny House Wohn und Schlafzimmer. „Es ist funktionaler minimalistischer Wohnraum ohne dabei unnötig Ressourcen zu vergeuden oder grüne Wiese zu versiegeln“, erklärt Schachinger.

Nachhaltige Baumaterialien

Doch nicht nur ein möglichst geringer Bodenverbrauch liegt den Almtalern am Herzen: „Wichtig sind uns eine nachhaltige Bauweise und heimische Rohstoffe, wie Schafwolldämmung und beispielsweise Lärchenholz“, so Schachinger, Radner und Architektin Lisa Posch. „Das Holz ist aus dem Almtal. Schafwolle ist was, dass oft weggeschmissen wird.“ Denn oft lohnt sich der Verkauf der Wolle nicht mehr. Doch nicht nur Punkto Nachhaltigkeit sind die Materialien klar im Vorteil: „Sie sind auch leichter.“

Tiny House reist nach Italien

„Der Hänger hat eine europäische Straßenzulassung bei einem Gesamtgewicht von unter 3,5 Tonnen und darf von einem PKW gezogen werden.“ Im Juli soll das kleine Haus dann nach Italien fahren. Dort können es künftig auch alle interessierten Urlauber das Pilotprojekt des Teams besichtigen. „In Zukunft möchten wir noch mehr flexible Module verwirklichen.“


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