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GRÜNBACH. Für Verärgerung sorgt ein Gemeinderatsbeschluss bei Eltern von Kindergartenkindern: Die Verlegung von Bushaltestellen in größere Entfernung zum Elternhaus sei „kinder- und familienfeindliche Kommunalpolitik“. „Mir wär“s anders lieber, aber so sind die Vorgaben“, kommentiert Bürgermeister Stefan Weißenböck. 

Kindertransport mit Konfliktpotenzial Foto: shutterstock.com/jojoo64
Kindertransport mit Konfliktpotenzial Foto: shutterstock.com/jojoo64

Zur Vorgeschichte: 9.000 Euro jährlichen Abgang für Busbegleitung und Kindertransport hatte die Prüfbehörde im Fall von Grünbach kritisiert. Pro Kilometer kostet der Transport von Kindergartenkindern 1,30 Euro bei immerhin 180 bis 200 Kindergartentagen pro Jahr. Die Gemeinde wurde daher zum Sparen angehalten. „Für unsere etwa 40 Buskinder gab es schon bisher meist keine direkte Hausabholung mehr, die Eltern müssen sie zu Gemeinschaftshaltestellen bringen“, schildert der Bürgermeister. Ein Weg von 300 bis 500 Metern werde als zumutbar erachtet.

Beschluss im Gemeinderat mehrheitlich

Im Generationenausschuss, geleitet von Vizebürgermeisterin Nicole Friesenecker (sie ist Kindergartenleiterin), wurde nun die Verlegung einiger dieser Haltestellen ausgearbeitet. Der Beschluss dafür fiel im Gemeinderat mehrheitlich. „Will man den Kindergartentransport so unattraktiv gestalten, dass immer weniger Familien diesen in Anspruch nehmen und sich die Gemeinde somit Geld spart? Der Bustransport ist auch schon mehrfach teurer geworden“, sagt erbost Ingrid Klopf, eine betroffene Mutter. „Vom zeitlichen Mehraufwand ganz zu schweigen!“

„Es ist unfair, bei den Kindern und Familien zu sparen“

Bürgermeister Weißenböck stimmt im Prinzip zu: „Ich verstehe, dass es manchmal schwierig ist, die Kinder zur Haltestelle zu bringen, besonders wenn kleinere Geschwister da sind. Es ist unfair, bei den Kindern und Familien zu sparen, mir wäre es lieber, jedes Kind daheim abholen zu können – aber die Gemeinde kann sich den Vorgaben nicht entziehen.“ Dem Vernehmen nach überlegen mehrere Familien, den Transport ihrer Kinder selber in die Hand zu nehmen.


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