Die Diskussion um den Handymasten setzt sich fort
STADT HAAG. Der Beitrag im ORF-Format „Konkret“ hat bei der Bürgerinitiative für rege Diskussionen gesort. Auch Bürgermeister Lukas Michlmayer hat dazu Stellung bezogen.

Anlässlich des Baus eines Sockels für einen 30 Meter hohen Sendemasten der ÖBB hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die sich dagegen ausspricht. Die Befürchtungen beruhen vorwiegend auf einer Erhöhung der Sendestrahlung in diesem Gebiet. Es wurden aus diesem Grund auch gemeinsam mit der Gemeinde Informationsveranstaltungen über Sendestrahlung organisiert.
Am Dienstag, 8. Jänner 2019 wurde im ORF im Sendeformat „Konkret“ ein Beitrag mit dem Titel „Bürgerinitiative gegen neue Handymasten“ zu dieser Auseinandersetzung gebracht. Neben den Argumenten der Bürgerinitiative wurde auch der Vertreter der ÖBB-Infrastruktur Franz Hammerschmid interviewt. Dort erklärte er, dass der Masten für den Zugverkehr wäre und dieser nur dort bei den Gleisen seine Wirkung entfalten würde. Die Frage, ob sich andere Mobilfunkanbieter an diesen Masten anhängen würden, wurde im Interview nicht beantwortet. Weil sich die Bevölkerung vom Bau des Mastes überrumpelt fühlt, betonte Hammerschmid, dass die ÖBB schon 2016 den Bürgermeister informiert hätte und dieser aber die Informationen nicht ausreichend an die Bevölkerung weitergegeben hätte.
Bürgermeister Lukas Michlmayer erklärt, dass 2016 eine Widmungsbestätigung für die ÖBB ausgestellt worden sei. In einem naturschutzrechtlichen Bewilligungsverfahren müsse nur die Widmung des Grundstückes bestätigt werden. Diese Art der Verfahren gäbe es an die 60 pro Jahr, erklärt Michlmayr. Als Behörde sei er hier machtlos, weil die ÖBB keine Bauverhandlung für die Errichtung ihrer Gebäude benötige. Die Behauptung seine Bürger nicht informiert zu haben, empfindet er als unfair. „Es sieht so aus, als wolle sich die ÖBB nun am Bürgermeister abputzen“, ärgert sich Lukas Michlmayr.


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