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HAGENBERG. 12.000 Einzelbilder, drei Terabyte an Rohdaten, zwei Jahre Produktionszeit, ein vierköpfiges Team und – seit April – auch der gewinner von drei internationalen Preisen. So könnte man den etwa neun-minütigen Animationsfilm „Le Constructeur de Malheur“ in Zahlen fassen.
 

  1 / 5   Team Malheur besteht aus (vl) Manuel Preuss, Philipp Gratzer, Kristin Müller und Peter Affenzeller. Die Arbeit an „Le Constructeur de Malheur“ dauerte insgesamt zwei Jahre. Foto: Team Malheur

Der Film thematisiert den Traum vom Fliegen und zeigt an der hartnäckigen Hauptfigur Hugo, dass man nie aufgeben soll, seine Wünsche und Ideen in die Tat umzusetzen. Im Juli 2015 stellten Kristin Müller, Manuel Preuß, Philipp Gratzer und Peter Affenzeller von der FH Hagenberg im Masterstudiengang „Digital Arts“ ihr Abschlussprojekt fertig. Seither befindet sich der Film auf Weltreise und wird auf den verschiedensten Festivals gezeigt. Unter anderem auch in Japan und Hollywood. Letzteres freut die jungen Filmschaffenden besonders: „Dass der Film international solchen Zuspruch bekommt, ist genial“, freut sich Gratzer, der sich nach Fertigstellung des Filmes darum kümmert, „LCDM“ auf Filmleinwände weltweit zu bringen. Der Animationsfilm sorgt auch wegen seiner inspirierenden Filmmusik in Hollywood für Aufmerksamkeit. Das liegt an dem jungen Musik-Talent Rapahel Fimm aus Deutschland, den die ehemaligen Studenten während der Filmproduktion kennengelernt haben.Drei Awards und mehrere Screenings

Während es seit der Fertigstellung bereits über 20 Screeinings auf großen Leinwänden gegeben hat, waren Preise bislang ausgeblieben. Das hatte für Preuß ganz logische Gründe: „Wir treten da teilweise gegen Filme an, an denen dutzende Personen über einen längeren Zeitraum in einem professionellen Studio gearbeitet haben. Dass wir da als vierköpfiges Studententeam nicht mithalten können, war uns schon klar.“ Vor allem bei größeren Festivals werden bis zu 3000 Filme eingereicht und bei vielen gibt es keine eigene Studenten-Kategorie. „Selbst bei solchen Veranstaltungen haben wir es schon ein paar Mal in die Endrunde geschafft“, so Müller, „das macht uns dann doch Mut.“

Im April gab es diesbezüglich dann doch noch erleichtertes Aufatmen. Gleich drei Preise konnte der Animationsfilm abräumen: Zuerst gewann LCDM beim Los Angeles CineFest den Preis für die beste Filmmusik. Dann folgte die Auszeichnung „bester ausländischer Beitrag“ beim FIFES-Festival in Zagreb und zu guter Letzt siegte „Le Constructeur de Malheur“ als bester 3D-Film bei den Global Shortfilmes Awards in New York.

„Wir sind sehr stolz darauf, bei diesen Festivals ausgezeichnet worden zu sein“, so die 3D-Filmemacher. „Bis zum Jahresende werden wir unseren Film noch bei Festivals einreichen. Vielleicht kommt ja noch Screenings und Awards dazu.“

Bislang relativ einzigartig

Generell ist die Disziplin des 3D-Animationsfilmes in Österreich noch eher jung und wird nur an wenigen Fachhochschulen und Universitäten gelehrt. „Le Constructeur de Malheur“ ist mit seiner Länge und Qualität nur mit einer Handvoll Österreichischen Produktionen vergleichbar. Die Rechenleistung der Computer wird jedoch immer besser und auch die bislang sehr teure Hard- und Software wird allmählich leistbarer. Künftig wird es somit sicherlich mehr Animationsprojekte geben, auch aus dem deutschsprachigen Raum.


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