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BEZIRK FREISTADT/HAGENBERG. Gegen den Neubau der gemeinsamen Bauernkammer für die Bezirke Freistadt und Perg, für den der Spatenstich jüngst in Hagenberg gesetzt wurde, ist der Unabhängige Bauernverband (UBV). Für Bezirkobmann Hannes Winklehner ist der Standort Freistadt allein schon aus verkehrstechnischer Sicht besser geeignet.

UBV-Obmann Hannes Winklehner Foto: privat
UBV-Obmann Hannes Winklehner Foto: privat

Für Winklehner ist es nicht nachvollziehbar, warum“für immer weniger Bauern die erst kürzlich neu sanierte BBK Freistadt in der Kammerstraße nicht mehr gut genug ist. Ist doch mit dem Bau der S10 der Standort Freistadt deutlich besser angebunden als Hagenberg“, so der UBV-Obmann. Viele Bauern würden den Gang auf die Bauernkammer mit anderen Ämter- und Behördenwegen und notwendigen Einkäufen kombinieren, die in Freistadt aufgrund der bestehenden Infrastruktur möglich seien. „Das geht ab 2020 verloren“, so Hannes Winklehner.

Mit  Bauernbundmehrheit sei der Bau einer gemeinsamen BBK Stelle Perg/Freistadt beschlossen worden. „Um uns Bauern in Oberösterreich zwei Mio. Euro Mehrkosten im Jahr zu ersparen, stimmte auch der Unabhängige Bauernverband für eine Reduktion der BBK-Dienststellen und stellte den Antrag in der Vollversammlung, die Pflichtmitglieder über die verbleibenden Standorte abstimmen zu lassen. Das wurde abgelehnt.“

Neubauten nicht zugestimmt

Zu Neubauten stimmte der UBV aber nie zu, „denn wo wird hier gespart?“ fragt der UBV-Obmann. „Alleine für die neue Kammer Hagenberg sind geschätzte 2,4 Mio. € Kosten budgetiert. Das ist mitunter ein Grund, dass der UBV nicht dem Kammerbudget zustimmt und damit als einzige Fraktion diese Geldverschwendung und das Betonieren grüner Wiese ablehnt. Aufgrund dessen stellt sich für mich die Frage, wie glaubhaft Bauernbundvertreter noch sind, wenn Sie einerseits mit dem Werbeslogan der Hagelversicherung „Bodenlos ist brotlos“ werben, andererseits sich stolz beim Spatenstich in grüner Wiese präsentieren“, kritisiert er weiter.


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