Neuausrichtung Softwarepark Hagenberg: IT-Security und Analytics 4.0

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Mag. Michaela Maurer Mag. Michaela Maurer, Tips Redaktion, 21.10.2019 16:10 Uhr

HAGENBERG. Der Softwarepark wurde vor 30 Jahren gegründet und wird jetzt zum Top-Zentrum für IT-Security und Analystics 4.0 neu ausgerichtet. 

Ausbildung, Forschung und Unternehmertum eng vernetzt an einem Ort - Das war vor 30 Jahren der Grundgedanke bei der Gründung des Softwareparks Hagenberg (SWPH). Und das ist bis heute der Erfolgsgarant für den längst international bedeutenden Standort. „Der Softwarepark Hagenberg zeigt vor, welch wissenschaftliches und innovatives Potenzial in Oberösterreich vorhanden ist. Bereits vor 30 Jahren haben wir begonnen, Technologie-Geschichte zu schreiben und konsequent weiter zu entwickeln“, betont Landeshauptmann  Thomas Stelzer. Das Ziel des Softwareparks war immer, eine lebendige IT-Innovations- und auch Gründerszene zu schaffen.

Von der Notlösung zum Kompetenzzentrum

Die Gründung vor rund 30 Jahren war anfangs aus der Not geboren: Das RISC-Institut (Research Institute for Symbolic Computation) des Mathematikers Bruno Buchberger an der Linzer Johannes Kepler Universität platzte aus allen Nähten, der damalige Landeshauptmann Josef Ratzenböck bot dem Wissenschafter das Schloss Hagenberg als Ausweichquartier an. Innerhalb von wenigen Jahren wurde aus einer „Notlösung“ ein Kompetenzzentrum, das bis heute auch für internationale Konzerne ein gefragter Partner ist. „Hagenberg ist ein Ort der Kommunikation und Begegnung an dem mehr als 3.000 Menschen arbeiten, forschen, lehren, lernen und leben“, sagt Landeshauptmann Stelzer. Die beeindruckende Bilanz nach 30 Jahren: Zehn Forschungsinstitute, 24 Ausbildungs-Programme und mehr als 75 Unternehmen. 

Neuausrichtung

Seit der Gründung des Softwareparks Hagenberg haben sich die Rahmenbedingungen und Motivationsfaktoren von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Ausbildungsstätten und Unternehmen allerdings verändert. „Um die Erfolgsgeschichte des Softwareparks Hagenberg fortsetzen zu können, ist es notwendig, Bestehendes zu hinterfragen, Richtungsentscheidungen zu treffen und klare Schwerpunkte zu setzen“, ist Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner überzeugt. „Die Konsequenz daraus ist die Neuausrichtung von Hagenberg als international sichtbares Top-Zentrum für IT-Security und Prescriptive Analytics/Analytics 4.0. Dabei sollen sowohl die bestehende wissenschaftliche Kompetenz genutzt und weiter ausgebaut werden, als auch die Expertise von oö. Spitzenunternehmen in diesem Bereich einbezogen werden“, erläutert Landesrat Achleitner.

„Die wissenschaftliche Leitung liegt beim renommierten Wissenschafter Michael Affenzeller, der auch Vizedekan für Forschung und Entwicklung am Campus Hagenberg ist. Zusätzlich wird der langjährige IT-Sicherheitschef von Google, der gebürtige Oberösterreicher Gerhard Eschelbeck, als Visionsprofessor und Botschafter sein Know-how und seine Kontakte für die Neuausrichtung und die internationale Sichtbarkeit von Hagenberg einbringen“, unterstreicht Landesrat Achleitner. 

Die Neuausrichtung umfasst mehrer Punkte:

- Inhaltliche Profilschärfung mit besonderen Schwerpunkten IT-Security/Information Security und Analytics 4.0 (Prescriptive Analytics)

- Organisatorische Neuaufstellung mit FH-Prof. Michael Affenzeller als Wissenschaftlicher Leiter

- Gerhard Eschelbeck als Visionsprofessor und Botschafter für den Softwarepark Hagenberg

- Neuer Außenauftritt mit neuem Logo

- Neue Partnerschaftsmodelle für die Kooperation mit der Wirtschaft – Softwarepark Hagenberg als digitales Netzwerk des Standorts Oberösterreich

- e-Mobilitäts-Konzept

 

Visionsprofessur des internationalen IT-Experten Gerhard Eschelbeck

Gerhard Eschelbeck, bis März 2019 Vice President Security and Privacy Engineering bei Google im Silicon Valley, wird dem Softwarepark Hagenberg als „Visionsprofessor“ bei den zwei Leitthemen Information Security bzw. IT-Security sowie Analytics 4.0 (Prescriptive Analytics) zur Verfügung stehen. Eschelbeck wird sich aber auch in die Lehre am Standort Hagenberg, etwa in Form von Fachvorträgen, einbringen. Der gebürtige Oberösterreicher, der an der Johannes Kepler Universität Linz studiert hat, wird künftig als Botschafter und Netzwerker für den Softwarepark international aktiv sein. „Regional verwurzelt, international anerkannt und vernetzt und beim Thema IT-Security im Wettbewerb der Weltelite“, dafür steht nicht nur Gerhard Eschelbeck, dafür steht auch der Softwarepark Hagenberg.

Michael Affenzeller ist neuer wissenschaftlicher Leiter

Fachhochschul-Professor Michael Affenzeller wird der Wissenschaftliche Leiter des Softwareparks Hagenberg. „Affenzeller wird die Neuausrichtung federführend mitgestalten und den Schulterschluss zwischen FH OÖ Hagenberg und Johannes Kepler Universität weiter forcieren“, erklärt Landesrat Achleitner die neue Rolle des wissenschaftlichen Leiters.

Michael Affenzeller ist Professor für Heuristische Optimierung und Maschinelles Lernen an der Fachhochschule OÖ und Leiter des Masterstudiengangs Software Engineering. Er studierte an der JKU Linz technische Mathematik, promovierte und habilitierte im Bereich der Informatik. Er baute die Forschungsgruppe HEAL (Heuristic and Evolutionary Algorithms Laboratory) mit derzeit rund 20 Mitarbeitern auf und leitet diese seit ihrer Gründung. Im Rahmen der Forschungsgruppe wurden mehr als 30 Forschungsprojekte initiiert, darunter insgesamt drei Josef-Ressel-Zentren, ein COMET K-Projekt und ein FWF Projekt. Im Bereich der Hochschulverwaltung ist Michael Affenzeller Vizedekan für Forschung und Entwicklung am Campus Hagenberg. Michael Affenzeller hat mehrere neue algorithmische Varianten im Bereich der evolutionären Berechnung entwickelt, wie den SEGA- und den SASEGASA-Algorithmus sowie das Konzept der Offspring Selection. 

„Auch nach 30 Jahren des Bestehens birgt der Softwarepark Hagenberg großes Innovationspotential, das wir in den nächsten Jahren heben wollen. Durch eine gemeinsame Kraftanstrengung werden wir den Standort Hagenberg weiter voranbringen und auch bestehende Herausforderungen - etwa die Anbindung Hagenbergs an den öffentlichen Verkehr – meistern“, sagt Affenzeller.

Veranstaltungshighlights: IT-Security und „Prescriptive Analytics“:

- 3. Veranstaltung SWPH IT-Expert/innenreihe „Digital Health“ am 14. November 2019

-  Auftaktveranstaltung SWPH IT-Expert/innenreihe „Prescriptive Analytics“ am 26. März 2020

- Security Forum im April 2020 

- Lange Nacht der Forschung im Softwarepark Hagenberg am 8. Mai 2020

- International Conference on Industry 4.0 & Smart Manufacturing ISM 2020 im November 2020

- Brokerage event (B2B) @Smart Manufacturing Matchmaking 2019 - organisiert durch das European Enterprise Network im November 2020

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