Mühlberger schlüpft ins Rosa Trikot
HAIDERSHOFEN/STEYR. Stark in Form präsentiert sich Gregor Mühlberger bei der Österreich-Radrundfahrt. Bei der Bergankuft am Dobratsch ist er vorne mit dabei und ist in der Gesamtwertung nun bester Österreicher.

Am Mittwoch stand bei der Österreich-Radrundfahrt mit der 4. Etappe ein erster echter Prüfstein auf dem Programm: Die Radprofis mussten bei dem mit 210,2 Kilometer längsten Teilabschnitt der Tour den 16,5 Kilometer langen Schlussanstieg auf den Dobratsch in Kärnteen bewältigen - insgesamt waren 3.084 Höhenmeter zu absolvieren. Einzelne Ausreißversuche blieben erfolglos und bei der Mautstelle zum Schlussanstieg waren 80 Fahrer zusammen, darunter alle Asse des Welser Felbermayr-Teams. Sieben Kilometer vor dem Ziel waren noch rund zehn Fahrer voran, darunter auch der amtierende Glocknerkönig Gregor Mühlberger. Letztendlich belegte der junge Haidershofner mit 46 Sekunden Rückstand auf den Sieger Victor De La Parte aus Spanien den neunten Platz und übernahm von Teamkollege Stephan Rabitsch das Rosa Trikot des besten Österreichers. „Ich bin mit meiner heutigen Leistung zufrieden. Jetzt heißt es regenerieren, um am Donnerstag wieder eine Topleistung abzurufen“, so Mühlberger im Ziel.Hrinkow-Team hält zusammenSpektakulär verlief die Etappe am Mittwoch für die Steyrer Equipe Hrinkow Advarics Cycleang, was den starken Zusammenhalt der Mannschaft wiederspiegelt. Zuerst muss der der Bahneuropameister Andreas Müller abreißen lassen, ehe er sich alleine ins Hauptfeld zurückkämpft und auf diesem Weg noch gleich die Flaschen für den Rest seines Teams mitnimmt. „Von Andi Müller können noch viele Fahrer lernen. Es ist unglaublich, welche Courage der Mann an den Tag legt. Ein Teamplayer durch und durch“, so der sportliche Leiter Stefan Rucker. Kurz danach reißt dem Deutschen Sebastian Baldauf das Schaltseil auf seiner Hrinkow-Rennmaschine. Während dieser auf seinem Ersatzrad?Kilometer um Kilometer runterspult, reparieren die Mechaniker die Schäden. Nur 30 Minuten später kann Baldauf wieder auf seine Rennmaschine wechseln und meistert damit den Dobratsch mit Bravour. Am Ende des Tages wird es Platz 33 für den Deutschen, knapp dahinter der Tiroler Clemens Fankhauser auf Platz 35.?
Königsetappe am FreitagHeute Donnerstag gibt es vom Faaker See Richtung Matreit es eine kurz Verschnaufause für die Bergfahrer. Letztes Jahr hat diese Etappe der Norweger Thor Hushovd gewonnen, welcher mittlerweile seine Karriere beendet hat. Am Freitag steht dann mit dem Großglockner und dem Kitzbüheler Horn die Königsetappe am Programm.
?


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden