Bodenbündnis wuchs in Haslach auf 64 Mitglieder an
HASLACH. Bodenschutz ist Klimafaktor: Davon sind die 70 Teilnehmer überzeugt, die sich vor wenigen Tagen zum Bodenbündnis-Tag in Haslach getroffen haben. Hier wurde über die Bedeutung des Bodens für die Gemeinden und seine Rolle für eine gelungene Klimawandelanpassung diskutiert.

Das zweite Bodenbündnis-Vernetzungstreffen mit zahlreichen Bürgermeistern aus ganz Oberösterreich setzt auf einen praxisnahen Zugang: Wie lassen sich Grün- oder Freiräume so bodenschonend gestalten, dass sie gleichzeitig eine hohe Lebensqualität bieten und gut an Hitzeperioden oder Starkregen angepasst sind?
Praktische Einblicke
Bei zwei „Geh-Sprächen“ durch Haslach wurden umgesetzte Projekte vorgestellt - etwa wie Parkflächen bodenschonend gestaltet werden können oder wie es gelungen ist, alte Gemäuer mit Leben zu erfüllen. „Im fortschreitenden Klimawandel kommt dem Bodenschutz, dem sparsamen Umgang und der bodenschonenden Gestaltung, eine bedeutende Rolle zu: Unversiegelter Boden wirkt kühlend und kann mithelfen, Hochwasserspitzen abzudämpfen“, sagt Norbert Rainer, Regionalstellenleiter vom Klimabündnis OÖ.
Flächenkonto
Präsentiert wurde außerdem das Flächenkonto, das als Voi Lebm-Projekt realisiert werden soll. Dabei geht es darum, den Leerstand sowohl an Bauland, als auch an Gebäuden gemeindeübergreifend abzustimmen und generell die Raumplanung regionsweit zu gestalten.
Neue Mitglieder
Mit der Bedeutung des Bodenschutzes wächst auch das Bodenbündnis: Mit Bad Hall und Lochen am See konnten zwei neue Gemeinden ins Netzwerk aufgenommen werden, genauso wie mit der Volksschule Ried in der Riedmark die erste OÖ Bodenbündnisschule und mit der Firma Zahrer ein Bodenbündnisbetrieb. Insgesamt besteht das OÖ Bodenbündnis nun schon aus 57 Gemeinden, einer Schule und sechs Betrieben bzw. Organisationen als assoziierte Mitglieder.


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