Preisgekröntes Straßenkinder-Hilfsprojekt bekommt durch Straßenfest in Haslach wieder Aufwind
HASLACH. Für seine mittlerweile 16 Jahre andauernde Arbeit für bolivianische Straßenkinder hat der Gründer des Hilfsprojektes Maya Paya Kimsa, Martin Berndorfer, erst vor wenigen Tagen den Eduard-Ploier-Preis für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Oberösterreich erhalten (Tips berichtete). Ein großes Straßenfest wird demnächst ganz im Zeichen der Hilfsorganisation am Haslacher Kirchenplatz gefeiert.

Zu einem großen Schwerpunkt von Maya Paya Kimsa hat sich die Re-Integration von Kindern und Jugendlichen in ihre Familie entwickelt. Vor zwei Jahren begannen die Mitarbeiter damit, auch die Familien der Rückkehrer-Kinder mitzubetreuen. Derzeit werden 27 Jugendliche, die früher in El Alto auf der Straße gelebt haben, begleitet und unterstützt, damit sie wieder mit ihrer Familie zusammenfinden oder sich selbstständig eine Zukunft schaffen können. So wie Gabriela, die mehr als acht Jahre auf der Straße gelebt hat. Über einen langen Prozess hat sie nun wieder zu ihrer Mutter gefunden. Unter anderem mit einem kleinen Startkapital für einen eigenen Verkaufsstand hat Maya Paya Kimsa ihr geholfen, sich absichern zu können.
Unterstützung nötig
Berndorfer: „Dank Spenden können wir dieses neue und sehr wichtige Programm am Laufen halten.“ Hilfe und Unterstützung bekommt das Projekt auch durch den Verein MaPaKi aus Haslach, der unter anderem jedes Jahr ein großes Straßenfest organisiert. Am Sonntag, 16. Juni, ist es wieder soweit: Zuerst wird die hl. Messe von der Oswalder Sängergruppe gestaltet. Beim anschließenden Frühschoppen spielen die Kickinger Buam auf. Für Kinder gibt“s eine Hüpfburg und Ponyreiten. Die Besucher können sich bei Kistenfleisch, Kaffee und Kuchen stärken. Auch Martin Berndorfer und seine Familie werden beim Fest dabei sein und das Projekt in Bolivien näher beschreiben.


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