Gemeinsam mehr bewegen: „Wirte müssen ihr Kirchturmdenken ablegen“
BEZIRK ROHRBACH. Seit mehr als einem Jahr belebt die gastroszene Donau Böhmerwald, ein Zusammenschluss von sieben Gastronomen, die Region. Die gemeinsame Arbeit belebt nicht nur die Frequenz der Mitgliedsbetriebe, sondern bereichert die gesamte Region.

Gemeinsam statt Einsam – das ist das Motto der sieben Gastronomen, die sich vor einem Jahr zur gastroszene Donau Böhmerwald zusammengeschlossen haben und seither ihre Schlagkraft sozusagen gebündelt haben. Neben gemeinsamen Veranstaltungen und Aktivitäten oder einem gemeinsamen Internetauftritt (www.gastroszene.at), holen sie mit ihren Ausflugstipps und ihrem Gourmetfinder auch die regionalen „Kulturschmankerl“ vor den Vorhang und bereichern so eine ganze Region. „Wer als Gastronom länger bestehen will, muss das betriebliche Kirchturmdenken überwinden“, sagt beispielsweise Günther Wolfmayr, der das Kulinarium Vonwiller in Haslach betreibt und der gastroszene seit der ersten Stunde angehört.
Gebündelte Schlagkraft
„Unsere Entwicklung war sehr positiv“, zieht er nach einem Jahr Bilanz und erinnert dabei an die gemeinsamen Werbe- und Internetauftritte, sowie das gemeinsame Entwickeln von Gastronomiekonzepten und Marketingkonzepten, die laut Wolfmayr schon viele Gäste in die Region und vor allem in die gastroszene-Betriebe gelockt haben. „So bündeln wir unsere Schlagkraft und entlasten uns gleichzeitig, Vieles was vorher nicht möglich war, geht plötzlich ganz einfach“, verrät Wolfmayr weiter. Dass davon auch die gesamte Region profitiert, glaubt Wolfmayr ebenfalls.
Eine Region wird vermarktet
Ein Beispiel: So entwickelten die gastroszene-Mitglieder einen gemeinsamen Folder, der vor kurzem allen Busunternehmern in Österreich präsentiert wurde. Das Resultat ließ nicht lange auf sich warten. Wolfmayr durfte eine Reisegesellschaft mit etwa 450 Personen bewirten. Die Tagesgäste besuchten auch alle Museen in Haslach. „So profitiert jeder davon – die ganze Region wird vermarktet“, erklärt er weiter und erinnert, dass interessierte Gastronomen jederzeit noch in die gastroszene einsteigen können.


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