Thema Starkstromleitung füllte Wirtshaussaal
BEZIRK ROHRBACH. Das Thema Stromversorgung ist derzeit omnipräsent im Bezirk. Über die geplante Starkstromleitung informierte im Gasthof Diendorfer in Haslach erneut die IG Landschaftsschutz Mühlviertel, die sich für eine Erdkabel-Variante einsetzt.

Der Tenor der zahlreichen Besucher, so Günter Pötscher von der IG: „Es ist recht, wenn hinsichtlich Stromversorgung was gemacht wird, aber nicht auf diese Art und Weise.“ Die Grüne Energiesprecherin im OÖ Landtag, Ulli Schwarz, mischte sich unter die Zuhörer und schloss sich vielen Forderungen der IG an: „Dazu gehört vor allem auch eine seriöse Überprüfung der geforderten Kabelvariante. Mögliche Trassen entlang der bestehenden Gasleitung oder der B38 sind genauer zu untersuchen“, fordert Schwarz eine wirkliche Diskussion auf Augenhöhe mit den Betroffenen. „Mit Aussagen wie: „Die Kabelreserven brauchen wir für die Stadt“ oder „das ist zu teuer“ werden wir Mühlviertler uns nicht abspeisen lassen!“
Ringleitung in Tschechien
Sorgen bereitete einigen Teilnehmern auch der Umstand, dass bei Kaplice in Tschechien nagelneue Strommasten noch unbespannt aufgestellt wurden, noch dazu, wo die tschechische Regierung die Atomkraft im Land ausbauen will. Deren Ziel ist ein Atomstromanteil von 50 Prozent, was die Errichtung von zwei neuen AKW-Blöcken am Standort Temelin, aber auch in Dukovany erfordern würde.
Hier kann Landtagsabgeordnete Schwarz aber beruhigen: „Ich habe die Info bekommen, dass das auch eine 110 kV-Ringleitung werden soll. Sie wird keinen Anschluss zu Temelin oder Österreich haben.“


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