Vom Weg einer Entfremdung: Hans Popper spricht über Kassen-Reform
HASLACH. Die möglichen Vor- und Nachteile der Zusammenlegung der verschiedenen Krankenkassen beleuchtet Hans Popper bei einer Convivium-Veranstaltung am Donnerstag.

Der Vortrag am 11. Juli im Pfarrzentrum steht unter dem Titel „Der Weg einer Entfremdung“. Hans Popper, ehemaliger Direktor der oö. Gebietskrankenkasse, spricht über die als Leuchtturmprojekt bezeichnete Organisationsreform der Sozialversicherung. Mit 1. Jänner 2020 werden die Länderkassen der Arbeitnehmer zur Österreichischen Gesundheitskasse. Diese wird für rund vier Fünftel der Menschen in Österreich deren gesundheitliche Versorgung und Betreuung organisieren und finanzieren. Durch Einsparungen in der Verwaltung soll eine „Patientenmilliarde“ zurückfließen. Versprochen wird auch mehr Gerechtigkeit, weil nunmehr gleichen Beiträgen auch gleiche Leistungen folgen würden.
Zentrale Struktur
Eine Vergleichsanalyse beschreibt hingegen die Organisationsreform als „Weg einer Entfremdung“: entfremdet durch die Entfernung zu Menschen und Regionen mit langen Wegen und zentralen Planungen; durch den Abzug finanzieller Ressourcen aus dem Land und zentrale Beitragsverwaltung; durch Entmachtung der Selbstverwaltung der Arbeitnehmer für ihre eigene Krankenkasse. Die Kernfragen lauten, ob es mit der neuen Struktur gelingt, die medizinische Versorgung und Betreuung qualitätsvoller und effizienter als bisher aufzustellen, und wie auf Dauer eine Weiterentwicklung des Gesundheitswesens sicherstellt werden kann.


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