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Breitband-Internet für Kooperationsraum Steinerne Mühl: Großes Interesse ermöglicht nächsten Schritt

Petra Hanner, 26.08.2019 14:39

BEZIRK ROHRBACH/REGION STEINERNE MÜHL. Intensiv arbeiteten die Gemeinden des Kooperationsraumes Steinere Mühl (Haslach, Lichtenau, St. Oswald, St. Stefan-Afiesl und Helfenberg) daran, ihr erstes gemeinsames Kooperationsprojekt umzusetzen. Sie wollen lichtschnelles Internet flächendeckend ausbauen und sind ihrem Ziel nun einen wichtigen Schritt näher gekommen.

Foto: RMOÖ
Foto: RMOÖ

In der Region haben über 60 Prozent der Haushalte im förderfähigen Gebiet ihr Interesse an einem Breitbandausbau bekundet. In manchen Gemeinden lag die Zustimmung sogar bei über 70 Prozent. Da kein privater Provider Interesse gezeigt hat, die Region flächendeckend auszubauen, durften die Vertreter der Gemeinden vor kurzem die gesammelten Interessensbekundungen an die Fiber Service GmbH zur weiteren Bearbeitung übergeben. Die Fiber Service OÖ ist ein Unternehmen des Landes OÖ und befindet sich zu 100 Prozent im Landeseigentum. Sie „springt“ dort ein, wo ein Ausbau für am freien Markt agierende Provider nicht finanzierbar wäre. Ihr Ziel ist der rasche Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur im ganzen Land und der Zugang zu höchsten Übertragungsbandbreiten bei gleichen und fairen Konditionen.

Baubeginn 2022 wahrscheinlich

Nun werden bis bis Jahresende die förderfähigen Gebiete zum Ausbau beim Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) eingereicht. Mit einem potenziellen Förderzuschlag kann bis Herbst 2020 gerechnet werden. Die Bautätigkeiten werden dann jedoch nicht gleich starten können. Aufgrund der aktuellen Bestrebungen, überall in Oberösterreich die Glasfaser-Internet-Infrastruktur zu optimieren, stößt die heimische Bauwirtschaft zurzeit an ihre Grenzen. „Die Bagger werden daher voraussichtlich erst ab 2022 mit ihren Arbeiten starten können“, gibt Martin Wachutka, Geschäftsführer der Fiber Service GmbH, zu bedenken. „Gestartet wird dann gestaffelt nach den Gemeinden mit dem höchsten Interesse, beginnend bei den nördlichen Gemeinden St. Oswald, Lichtenau, St. Stefan-Afiesl bis nach Helfenberg und Haslach. Über die genauen Ausbauschritte werden die Bürger informiert, sobald eine Förderzusage des Bundes vorliegt. Voraussichtlich wird das im Herbst/Winter 2020/21 der Fall sein.

Rosen für Projektverantwortliche

„Alle Gemeinden der Steinernen Mühl und jede einzelne hoch engagierte Person, die als Breitbandakteur unterwegs war, haben schon jetzt tolle Arbeit geleistet! Den Breitbandausbau auf regionaler Ebene zu forcieren, bringt für alle Beteiligten eine hohe Effizienzsteigerung mit sich! Wir hoffen, dass diese regionale Herangehensweise Schule macht,“ erklärt Wachutka und streut damit den Projektverantwortlichen Rosen.


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