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HEIDENREICHSTEIN. Seit September 2016 sind das Autohaus Hörmann und die Softwarefirma RZA GmbH in Heidenreichstein an das Glasfasernetz angeschlossen. Beide Firmen konnten durch die Niederösterreichischen Breitbandinitiative ihren Standort sichern und ihren Geschäftserfolg steigern. Im Rahmen zweier Betriebsbesuche überzeugte sich Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav von den positiven Effekten des Breitbandausbaus für die Region.

Besuch im Autohaus Hörmann (v.l.) Hartwig Tauber (nöGIG Geschäftsführer), Helmut Miernicki (ecoplus Geschäftsführer), Landtagsabgeordnete Margit Göll (ÖVP), Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, Bürgermeister Gerhard Kirchmaier (SPÖ), Vizebürgermeisterin Margit Weikartschläger (ÖVP), Stadtrat Andreas Mauritz (ÖVP), Herbert Hörmann (Geschäftsführer Autohaus Hörmann), Silvia Hörmann (Autohaus Hörmann). Foto: Markus Bachl

„Im Waldviertel baut das Land Niederösterreich mit dem Glasfaserleitungen in den Pilotregionen wortwörtlich an der Zukunft. Dass dieses Zukunftsprojekt Arbeitsplätze in ländlichen Regionen sichert und schafft, zeigen die Beispiele des Autohauses Hörmann und der RZA GmbH. Eine notwendige Glasfaserinfrastruktur gepaart mit einem unbändigen Unternehmergeist schafft hier neue wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten“, freut sich Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.

Downloadzeiten drastisch gesenkt

Das Autohaus Hörmann brauchte vor dem Anschluss an das Glasfasernetz einige Stunden, um Dateien für Updates in den Autos herunterzuladen. Obwohl Inhaber Herbert Hörmann mit seinen 14 Mitarbeitern für kleinere Reparaturen eine Arbeitszeit von lediglich einer Stunde benötigte, musste er seine Kunden bitten, das Auto erst nach drei bis vier Stunden abzuholen, weil das Einspielen von Updates aufgrund der langen Downloadzeiten so lang dauerte.

„Aufgrund der enorm steigenden Datenmengen ist ein Glasfaseranschluss für die Aufrechterhaltung des täglichen Geschäftsbetriebes unerlässlich. Diese Einschränkungen gehören seit dem Glasfaseranschluss nun der Vergangenheit an. Notwendige Updates können wir nun in wenigen Sekunden einspielen.“, erzählt Hörmann. Hörmann übernahm den Betrieb 2005 und investierte seitdem 1,2 Millionen Euro – unter anderem in drei Schauraumerweiterungen sowie in die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage und eine neue Lackieranlage. Das Autohaus Hörmann verkauft circa 250 Autos pro Jahr.

Breitband führte zu Umdenken

Als österreichweiter Anbieter von IT-Komplettlösungen umfasst das Angebot der RZA GmbH EDV-Beratungen, Umsetzung von IT-Projekten sowie die Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Installation von Einzelplatzcomputer-, Server- und Netzwerksystemen. Die Inhaber der RZA GmbH Reinhard Müllner und Markus Garhofer beschäftigen aktuell 29 Mitarbeiter.

„Wir hatten Ende 2015 mit Einführung der Registrierkassenpflicht massive Probleme unsere Kunden zu servicieren, weil die Internetleistung zu gering war, und wir nicht alle Installationen gleichzeitig durchführen konnten. Wir haben in dieser Zeit auch unseren Firmensitz in Frage gestellt und überlegten eine Abwanderung. Nun mit dem Anschluss an das Glasfasernetz gehören diese Probleme der Vergangenheit an. Im Moment wird an einer Cloudversion für eine kaufmännische Software gearbeitet, ohne Glasfaseranschluss wäre diese Produktinnovation nicht möglich gewesen“, betont Müllner. Darüber hinaus änderte sich auch die Arbeitsweise der Angestellten. Die Mitarbeiter können nun von zuhause aus über Fernwartung Kunden betreuen.

Ausbau schreitet zügig voran

„Mit dem Niederösterreichischen Glasfaser-Modell stellen wir sicher, dass private und Unternehmenskunden die schnellste Zugangstechnologie zum Internet bekommen und das zu attraktiven Preisen. Das Netz bleibt in öffentlicher Hand und unterschiedliche Anbieter können ihre Services zu gleichen Konditionen anbieten. Das stimuliert den Wettbewerb und sorgt für faire Preise. Aktuell werden hier in Heidenreichstein Produkte mit Bandbreiten bis zu 300 Mbit/s angeboten“, erklärt ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich ist die Muttergesellschaft der „Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG)“. nöGiG-Geschäftsführer Hartwig Tauber ergänzt: „Wir bauen aktuell in vier Pilotregionen, Heidenreichstein liegt in der Region Waldviertler StadtLand, wo bereits knapp 5.000 Haushalte und Betriebe Vorverträge unterschrieben haben. Der Ausbau bzw. die Fertigstellung von Teilnetzen ist derzeit in vollem Gange und soll in den nächsten Wochen abgeschlossen sein. Insgesamt werden im Jahr 2017 11,1 Millionen Euro in die Pilotregion StadtLand investiert.“


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