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BEZIRK ROHRBACH. Bezirk Rohrbach. 144 Freibäder gibt es im Bundesland, 16 davon im Bezirk Rohrbach. Laut Bäderstudie des Landes sollen bis 2025 mehr als die Hälfte der Bäder geschlossen werden, weil sie sich selbst nicht finanzieren können. Welche Bäder betroffen sind, kann noch niemand sagen.

© vowe
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Wer keinen eigenen Pool zu Hause hat, geht ins Bad. Neben den vielen Naturbadeanlagen stehen den 56.946 Einwohnern des Bezirks auch die 16 Freibäder zum Abkühlen zur Verfügung. Wie lange noch? Laut Bäderstudie wird dem Land empfohlen, bis 2025 wegen Unrentabilität die Hälfte seiner Bäder zu schließen. Im Schnitt beträgt der Abgang für ein Freibad 50.000 Euro im Jahr. Bis jetzt ist aber noch keines geschlossen worden. Laut Wirtschaftslandesrat Michael Strugl (VP) gibt es auch keine Liste, welche Bäder zugesperrt werden. „In der Bürgermeisterkonferenz war das auch schon bei einzelnen Vertretern Thema“, verrät Bürgermeistersprecher Wilfried Kellermann (VP).

Abgangsgemeinden

Laut Bäderstudie soll für Freibad-Anlagen ein Einzugsradius von 15 Kilometer, 15.000 Einwohner oder 15 Anfahrtsminuten gelten, um als versorgungs- und somit förderungswürdig zu gelten. Instandhaltungsmaßnahmen werden bis zu einer Obergrenze von 100.000 Euro laut Strugl aber weiterhin gefördert. Großangelegte Sanierungen, die mehrere Millionen Euro erfordern, hingegen nur mehr nach den Kriterien. Rund 20.000 Euro Abgang muss man in Helfenberg jedes Jahr für das Freibad kalkulieren, verrät Bürgermeister Stefan Hölzl (VP). Er befürchtet, dass Abgangsgemeinden eher von den geplanten Schließungen betroffen sind. „Wer ein Bad verliert, verliert Lebensqualität für die Gemeindebürger“, meint er. Keine Freude mit dem Schließungskonzept hat Severin Mayr, Sportsprecher der Grünen. Er blitzte im Landtag mit seinem Vorschlag ab, die Kriterien für eine Schließung hinsichtlich Lebensqualität, Gesundheit oder Energieeffizienz zu ändern.

Zur Sache

Die heimischen Gemeinden bewirtschaften landesweit 144 Freibäder und 86 Strand- und Naturbadeanlagen. Laut Bäderstudie (Verfasser con.os) verfügen viele aneinandergrenzende Gemeinden über ein Freibad. Die Zahl der künstlich angelegte Bade-anlagen soll langfristig auf unter 100 sinken. Naturbadeanlagen sollen bevorzugt behandelt werden, da sie einen durchschnittlichen Jahresabgang von rund 11.000 Euro aufweisen. Parallel zu den möglichen Standort-Schließungen soll ein regionales Verkehrs- und Logistikkonzept erarbeitet werden (Freibäder-Bus).Die Studie empfiehlt, die Eintrittspreise bei Freibädern und Hallenbädern (“Normaltarif“) zu erhöhen.

Und: Der Bezirk Rohrbach soll ein Hallenbad erhalten, sobald sich die Gemeinden auf einen Standort und ein gemeinsames Finanzierungsmodell einigen. Eine Studie dazu läuft.


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