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HERZOGENBURG. Tag für Tag werfen Autofahrer sorglos Müll aus den Autofenstern. Eine Tatsache, die Max Gusel (25) ein Dorn im Auge ist. Bereits im Frühjahr startete er mit der JVP eine Umweltschutzaktion, die Ende Oktober ihre Fortsetzung findet.

Die Müllständer werden Ende Oktober in Herzogenburg zu sehen sein.
  1 / 4   Die Müllständer werden Ende Oktober in Herzogenburg zu sehen sein.

„Das Müllaufkommen steigt und steigt. Durch den Müll, der tagtäglich aus den Autofenstern in unsere Wiesen, Felder und Wälder geworfen wird, wird unsere Natur stark belastet“, kritisiert Gusel. Seine Reaktion auf die Umweltsünder: gemeinsam mit der Jungen ÖVP (JVP) sammelte er im Frühjahr nicht nur wie üblich den Müll, sondern stellte auch an Straßenrändern selbstgebaute Müllständer auf.

Taten vor Augen halten

„Der auf Balken aufgehängte Müll mit der Aufschrift „Warum?“ soll den Umweltsündern ihre Taten vor Augen halten. Die Ständer standen rund zwei Wochen im gesamten Gemeindegebiet. Da Bewusstseinsbildung nicht von heute auf morgen passiert, habe ich vor, die Aktion in den kommenden Wochen zu wiederholen“, so Gusel, der in St. Andrä an der Traisen wohnt und hauptberuflich als Steuerfahnder im Einsatz ist.

Insgesamt zehn Ständer

Insgesamt werden laut Gusel zehn Ständer vorrangig bei Ortsein- und –ausfahrten aufgestellt. Dort werde der meiste Müll aus den Fahrzeugen geworfen. Die Aktion im Frühjahr sorgte für viel Gesprächsstoff in der Gemeinde: „Die Reaktionen fielen quer durch die Bank positiv aus, was auch mit ein Grund war, die Aktion zu wiederholen. Spätestens nach den heißen Sommern und milden Wintern der letzten Jahre sollte auch den Letzten klar sein, dass unsere Umwelt leidet und wir mit ihr achtsamer umgehen müssen“, ist Gusel überzeugt.

„Ich bleib hartnäckig“

„Würde jeder von uns einen kleinen Teil dazu beitragen, unsere Umwelt zu schützen, hätte das insgesamt eine große Auswirkung. Als leidenschaftlicher Radfahrer bin ich gerne in der Natur unterwegs. Daher war es mir ein Anliegen, der Natur auch wieder etwas zurückzugeben. Ich denke, die Müllständer haben dafür gesorgt, dass so mancher sein Verhalten hinterfragt und geändert hat. Ein paar müssen es aber scheinbar noch lernen. Ich bleib hartnäckig“, so Gusel abschließend.


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