„Sorglosigkeit der Bevölkerung in Bezug auf den Terror erschreckend“
OÖ/HÖRSCHING. Auf dem Fliegerhorst Vogler fand am 13. Jänner das traditionelle Pressegespräch zum Jahreswechsel mit dem OÖ. Militärkommandanten, Generalmajor Kurt Raffetseder, statt. Zusätzlich sprach Oberst Emmerich Bauer, Leiter der Abteilung Personalgewinnung, über die Herausforderungen der Personalgewinnung.

„Die prognostizierten Bedrohungsszenarien sind inzwischen Realität geworden“, sagte Raffetseder gleich zu Beginn seiner Ausführungen. Der Terror sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die diesbezügliche Sorglosigkeit der Bevölkerung sei erschreckend, so der Militärkommandant. Die künftigen Aufgaben des Bundesheeres in Bezug auf Terrorismus sind die Schaffung eines entsprechenden Lagebildes für die politische Führung, das Sichern von kritischer Infrastruktur sowie Cyber Defence.
Eine Anspielung auf die finanzielle Situation des Bundesheeres ließ sich Raffetseder nicht nehmen: „Die vergangenen zehn Jahre wurde das Heer planmäßig heruntergefahren – auch moralisch. Die Rettung erfolgte in letzter Minute, vor allem durch die Person des jetzigen Bundesministers Hans-Peter Doskozil – die Stimmung hat sich bei den Bediensteten deutlich gebessert!“ Der zweite Teil der Pressekonferenz galt ausschließlich dem Thema Personalgewinnung. „Das Bundesheer bietet einen sicheren Arbeitsplatz und eine lebenslange Anstellung“, so Oberst Emmerich Bauer.
Zukunft Linzer Kaserne mit Stellungsstraße
Der Plan, die im Amtsgebäude Garnisonstraße in Linz untergebrachte Ergänzungsabteilung mit der Stellungsstraße bis Ende 2017 nach Hörsching zu übersiedeln, ist nun nicht mehr in Stein gemeißelt. Zwar ist die Idee, für die Stellungsstraße die Synergien mit der Feldambulanz in Hörsching zu nutzen, nach wie vor attraktiv. Denn so wäre das Ärzteproblematik besser in den Griff zu bekommen. Andererseits hat Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) ja im Sommer verkündet, dass keine weiteren Kasernenstandorte geschlossen werden. „Das weitere Vorgehen ist deshalb zur Zeit nicht absehbar“, sagt Gerhard Simader, Sprecher des Militärkommandos Oberösterreich.


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19.01.2017 21:15
Sehr geehrter Herr Generalmajor Raffetseder! „Die prognostizierten Bedrohungsszenarien sind inzwischen Realität geworden“ und "der Terror ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen" , weiters: "Sorglosigkeit der Bevölkerung in Bezug auf den Terror erschreckend". Was möchten Sie damit bewirken? Dass die Menschen sich nur noch mit Bundesheerschutz auf die Straße trauen? Ich erinnere mich sehr gut an eine Podiumsdiskussion, bei der Sie mit Zahlen aufwarteten (es ging um Illegale in Österreich), die Sie nicht mal belegen konnten. Landespolizeidirktor Pilsl macht immer wieder deutlich, dass die Wahrscheihlichkeit eines Terrorangriffs viel geringer ist als Opfer eines Autounfalls zu werden. Wann gab es in Österreich den letzen Terrorangriff, Herr Raffetseder? Und was deutet Ihrer Meinung darauf hin, dass wir gefährdet sind? Sie schüren Ängste, damit Sie die Bevölkerung sich hinter Ihr Ansinnen stellt. Sie möchten mit Ihren Soldaten den Sicherheitsdienst übernehmen. Und den gewährt Ihnen die Polizei nicht. Gott sei Dank.