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Treffpunkt Industrie: Neue Schwerpunkte der Regierung stärken die Zuversicht der Industrie

Redaktion Linz-Land, 22.02.2017 11:18

HÖRSCHING.  Die Fortsetzung der IV OÖ-Veranstaltungsserie „Treffpunkt Industrie“ im Headquarter der Polytec Group in Hörsching stand ganz im Zeichen der Diskussion aktueller politischer Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene.

v.l.: Friedrich Huemer (CEO POLYTEC Holding AG), Marc Deimling (GF TMS Turnkey Manufacturing Solutions GmbH), Werner Steinecker (design. CEO Energie AG OÖ), LR Michael Strugl und IV OÖ-GF Joachim Haindl-Grutsch Foto: IV OÖ

„Nach zehn Jahren fehlender Reformen auf Bundesebene und einer großen Koalition, die vor wenigen Wochen noch vor dem Aus stand, gibt es nun ein durchaus ambitioniertes Regierungsprogramm, das 20 Maßnahmen umfasst, die dem Standort tatsächlich etwas bringen werden“, betonte Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ) in einem Impulsstatement. „In einem Punkt muss man sich aber im Klaren sein“, so Haindl-Grutsch weiter: „Die Turbulenzen, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben, werden für uns auch in Zukunft ständiger Begleiter sein. Daher ist eine Standortagenda jetzt die richtige Strategie.“

Leitlinien für Standort OÖ

Geht es nach dem neuen Standortlandesrat Michael Strugl, so wird das zukünftige Regierungsteam schon bald mit der Umsetzung neuer strategischer Leitlinien beginnen. „Wir müssen mit einer neuen Finanzpolitik die Spielräume schaffen, um dort Schwerpunkte setzen zu können, wo die Zukunft des Landes bestimmt wird.“ Die Fachkräftelücke gelte es dabei ebenso zu bewältigen wie die immer noch zu lange dauernden Betriebsanlageverfahren. „Der Weg zu einem gebündelten One-Stop-Shop ist noch ein weiter, wir werden aber dafür – wie für viele andere Veränderungen auch – kämpfen“, versprach Strugl vor etwa 90 Top-Managern der OÖ Industrie.

Arbeitszeit-Flexibilisierung

Polytec-CEO und Gastgeber Friedrich Huemer kritisierte, dass das Thema Arbeitszeitflexibilisierung erneut aus dem neuen Arbeitsprogramm der Bundesregierung genommen und an die Sozialpartner zurückgespielt wurde: „Die Sozialpartnerschaft hatte die letzten zehn Jahre die Chance, dieses Thema gemeinsam zu lösen. Stattdessen hat sie sich in Richtung einer „Sozialgegnerschaft“ entwickelt, die zum Stillstand im Land wesentlich beigetragen hat“, so Huemer.

Beschäftigungs-Bonus für zusätzliche Mitarbeiter

TMS-Geschäftsführer Marc Deimling zeigte sich über die angekündigten Maßnahmen des Landes erfreut und beurteilte auch den auf Bundesebene beschlossenen Beschäftigungsbonus für zusätzliche Mitarbeiter positiv. Die TMS Turnkey Manufacturing Solutions GmbH plane, noch heuer 80 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, sofern die Bewerber in ausreichender Zahl zu finden sind. „Wahrscheinlich bekommen wir nur die Hälfte der benötigten Fachkräfte“, so Deimling, der die Änderungen auf Bundes- wie auf Landesebene als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete. 


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