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HOFKIRCHEN/BEZIRK ROHRBACH. Eine stetig steigende Zahl an Selbständigen, niedrige Arbeitslosenzahlen, eine dynamische Aufwärtsentwicklung bei Betriebsansiedelungen, beispielgebende Kooperationen und aufstrebender Tourismus: Dass der Bezirk Rohrbach wirtschaftlich gut dasteht, ist auch den agierenden Personen an der Spitze zu verdanken. Unter anderem Herbert Mairhofer, der vor genau zehn Jahren zum Obmann der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle bestellt wurde.

  1 / 2   Kauf hier: Die Sicherung der Nahversorgung liegt WK-Bezirksstellenobmann Herbert Mairhofer besonders am Herzen. Foto: Gahleitner

Der Hofkirchen ist selbst seit 30 Jahren selbständig in der Versicherungsbranche tätig und hat mit dem LML-Netzwerk eine staatliche Versicherungsmakler-Agentur aufgebaut. Herbert Mairhofer bringt also genug Erfahrung und Know-how mit, um die Rohrbacher Wirtschaft gut zu schaukeln. Und das gelingt ihm auch seit zehn Jahren: 2200 Unternehmen zählte die WK-Bezirksstelle im Jahr 2005 - heute kratzt man an der 3000 Mitglieder-Marke. Für den 58-Jährigen spiegelt aber nicht nur diese Steigerungsrate bei der Selbständigenquote die dynamische Aufwärtsentwicklung des ehemaligen Grenzbezirkes wider: „Unsere 900 Arbeitgeber-Betriebe bieten mehr als 9700 Personen Beschäftigung, da sind einige große Zweig-Niederlassungen, wie Internorm, Hauser oder Eurospar, gar nicht mitgerechnet“, zeigt Mairhofer auf. Jedes Jahr kommen zwischen 300 und 500 neue Arbeitsplätze dazu, unter anderem auch durch den Wirtschaftspark Oberes Mühlviertel.

Fokus auf Lehrlinge und Lehrbetriebe

Ihm sind vor allem die Lehrlinge und Lehrbetriebe  ein großes Anliegen: „Wir sind hier gut aufgestellt, viele junge Leute machen eine Lehre.“ Aktuell sind es knapp 900 Jugendliche - „um 1,2 Prozent mehr als vor zehn Jahren“, freut sich der WK-Chef angesichts der demografischen Entwicklung. Allerdings lockt auch bei den Lehrlingen der Zentralraum mit den großen Betrieben. „Uns fehlt dann dieser Fachkräftenachwuchs“, zeigt Herbert Mairhofer eine Herausforderung der Zukunft auf. Die laufenden Kampagnen „Mein Job Rohrbach“ und „Fahr nicht fort, lern im Ort“ werden deshalb auch in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt der Arbeit bilden.

Nahversorger ins Netz bringen

Immer wichtiger werden außerdem Bewusstseinsbildungs-Initiativen, wie „Kauf hier“ sein, ist der WK-Obmann überzeugt. Zwar zeigt eine Kaufkraftstudie gute Ströme vor allem in die Bezirkshauptstadt, allerdings nimmt der Internet-Handel zu. Da müssen die heimischen Unternehmen mitmachen, sagt Mairhofer. Die Wirtschaftsvertretung arbeitet deshalb an einer Plattform, welche die Online-Shops im Mühlviertel sichtbar macht und vernetzt. Im Mühlviertel einkaufen, aber online und dazu Service vor Ort bieten, sei die Devise der Zukunft.


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