Global Hydro: Wachstum und Bekenntnis zum Standort Niederranna
HOFKIRCHEN. Von der Firmenzentrale im beschaulichen Niederranna aus werden Kleinwasserkraft-Projekte in über 40 Ländern abgewickelt. Das Unternehmen mit seinen 210 Mitarbeitern ist weiter auf Wachstumskurs, auch die Geschäftsführung wurde nun erweitert.

Der Umsatz konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis Ende März 2019) um sieben Prozent auf 53,6 Millionen Euro gesteigert werden. „In den vergangenen Jahren verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzwachstum von rund 55 Prozent“, fasst Geschäftsführer Heinz Peter Knaß zusammen. Die Exportquote des Unternehmens mit seinen 210 Mitarbeitern liegt bei 95 Prozent.
Für Knaß sind mehrere Faktoren für diese positive Entwicklung verantwortlich. „Aufgrund unserer technologischen Entwicklungen im Unternehmen sind wir heute in der Lage, größere Projekte abzuwickeln, die nicht mehr ausschließlich im Segment der Kleinwasserkraft-Technologie beheimatet sind. Dies führt natürlich zu höheren Volumen bei Einzelaufträgen.“ Erfreulich auch die Entwicklung im Leistungsfeld Refurbishment, das man bei Global Hydro seit dem vergangenen Jahr verstärkt betreibt. Mit diesem Angebot wollen die Mühlviertler die vorhandenen Marktchancen bei der Instandsetzung, Modernisierung und Servicierung vorhandener Kleinwasserkraftanlagen nutzen.
Erfolge auch in schwierigen Märkten
Als weiteres wesentliches Erfolgskriterium nennt Knaß die große Nähe zu den Kunden auf den internationalen Märkte durch die Global Hydro-Standorte vor Ort. „Die Marktkenntnisse und Kontakte der internationalen Partner versetzen uns in die Lage, sehr rasch auf Veränderungen in den Rahmenbedingungen einzugehen“, so der Geschäftsführer. So ist es dem Unternehmen gelungen, auf dem derzeit durchaus herausfordernden türkischen Markt, auf dem Global Hydro seit vielen Jahren mit einer eigenen Niederlassung vertreten ist, den Auftragsstand zu halten.
Neue Standorte in Argentinien und der Schweiz
Neben den zehn Märkten, die von Global Hydro mit eigenen Standorten vor Ort betreut werden, wird das anerkannte Know-How der Mühlviertler Experten für Wasserkrafttechnologie aber in immer mehr Staaten nachgefragt. So werden von Niederranna aus unter anderem Projekte für Armenien, Kasachstan oder Georgien abgewickelt. „In manchen dieser Märkte sind die Rahmenbedingungen für unsere Wasserkrafttechnologie so attraktiv, dass wir hier langfristig durchaus über die Gründung weiterer Tochtergesellschaften nachdenken“, betont Richard Frizberg, neuer Geschäftsführer bei Global Hydro. In der Schweiz und in Argentinien haben die Mühlviertler bereits im heurigen Jahr neue Standorte eröffnet.
Zwei neue Geschäftsführer
Dem schnellen Wachstum der letzten Jahre wurde nun auch im Management Rechnung getragen: Neben Geschäftsführer Heinz Peter Knaß sind nun auch Bernard Kodré (operativer Bereich) und Richard Frizberg (Business Development, Finanzen und Human Ressources) neu in der Geschäftsführung vertreten. „Die Bestellung eines Mitglieds der Familie Frizberg, die Mehrheitseigentümer bei Global Hydro sind, ist ein klares Signal für die Langfristigkeit des Investments und ein klares Bekenntnis zum Standort in Niederranna“, betont Bernhard Kodré.
Auftragsbücher gut gefüllt
Für das laufende Geschäftsjahr sieht die neue Geschäftsführung eine weitere positive Entwicklung. Knaß: „Unsere Auftragsbücher sind derzeit gut gefüllt. Aber in einem projektgetriebenen Business wie dem unseren kann sich dies rasch ändern.“ Für das aktuelle Geschäftsjahr sei ein Umsatz-Wachstum von 60 Millionen Euro budgetiert.
Erfolgreich Pelton-Turbine entwickelt
Neben der kontinuierlichen Entwicklung der Märkte gilt es für Global Hydro natürlich auch die etablierten Wasserkrafttechnologien konsequent weiter zu entwickeln. Verschiedene Laborinstitute bestätigen nach umfassenden Versuchen und Testreihen den hohen Wirkungsgrad von bei Global Hydro gefertigten Pelton-Turbinen. Für Bernhard Kodré, neuer Geschäftsführer im Bereich operative Abwicklung, eine Bestätigung des hohen technologischen Know-Hows im Unternehmen.
„Unsere Anstrengungen im Bereich Aus- und Weiterbildung sowie die erfolgreiche Rekrutierung von Experten am Arbeitsmarkt machen sich hier positiv bemerkbar.“ Vor allem bei Kraftwerksanlagen mit hoher Fallhöhe – wie sie derzeit von Global Hydro zum Beispiel in Kanada realisiert werden – spielt der Wirkungsgrad einer Pelton-Turbine eine wesentliche Rolle für die Wirtschaftlichkeit des Projektes.


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