Auf Anhieb vier Mandate für Bürgerliste und Katerstimmung in der ÖVP

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Karin Novak Karin Novak, Tips Redaktion, 27.01.2020 11:57 Uhr

HOLLENSTEIN/YBBS. Mit knapp drei Prozent Zuwachs sichert Manuela Zebenholzer nicht nur das Bürgermeisteramt für die SPÖ, sie gewinnt sogar noch ein Mandat dazu. Verhaltener Jubel herrscht bei der Liste faires Hollenstein, die auf Kosten der ÖVP mit vier Mandaten in den Gemeinderat zieht. Katerstimmung herrscht nach einem Verlust von über 23 Prozent bei der ÖVP.

Mit 55,42 Prozent stellt die SPÖ in der kommenden Legislaturperiode elf Mandante im Gemeinderat. Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer ist darüber mehr als erfreut: „Ich freue mich riesig, dass wir ein Mandat dazugewinnen konnten. Es ist für mich ein Zeichen dafür, dass unsere Arbeit der letzten drei, vier Jahre wertgeschätzt wird. Wir wollen jetzt positiv und gut weiterarbeiten. Das hat sich Hollenstein einfach verdient. Dazu gehört auch, dass wir die Liste faires Hollenstein ins Boot holen, weil die wahrscheinlich noch gar nicht wissen, was jetzt alles auf sie zukommt.“

Ernüchterung in der ÖVP

Halbiert hat sich die Prozentzahl der ÖVP, die mit nur mehr 24,52 Prozent der Wählerstimmen vier Mandate verliert. Spitzenkandidat Martin Sonnleitner zieht ernüchtert eine vorläufige Bilanz: „Ich habe natürlich Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer zu ihrem Erfolg schon gratuliert. Wir wussten von Anfang an, dass es für uns schwer werden würde. Woran genau der große Verlust liegt, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, vielleicht liegt es an meiner Person. Das müssen wir erst analysieren. Wer in den Gemeinderat einziehen wird, dass müssen wir uns auch erst anschauen. Die vier Mandate, die die Bürgerliste gemacht hat, haben sie eindeutig von uns abgezogen.“

Lachendes und weinendes Auge

Der große Jubel bleibt aber auch beim Wahlgewinner, der „Liste faires Hollenstein“, aus – und das obwohl Andreas Schneiber aus dem Stand mit vier Mandaten in den Gemeinderat einzieht. Auf die Frage, ob ihn sein großer Erfolg selbst überwältige, antwortet er zurückhaltend: „Überwältigt bin ich nicht wirklich, weil es ein weinendes und ein lachendes Auge ist. Mit dem Ausgang haben wir jedenfalls nicht gerechnet. Aber natürlich ist es für uns ein super Erfolg, wenn wir aus dem Nichts mit vier Mandaten einziehen. Es werden vier Mandatare mit sehr starken, eigenen Meinungen sein und gutem, fundiertem Fachwissen. Die nächsten fünf Jahre werden in jedem Fall interessant.“

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