Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

HORN. Bei der heurigen Jahreshauptversammlung des Waldviertler Heimatbundes (WHB) ging beim Tagesordnungspunkt Neuwahlen eine Ära zu Ende: Nach 33 Jahren Vereinsleitung kandidierte Erich Rabl nicht mehr als Präsident des WHB. Rabl ist allseits bekannt als höchst belesener und qualifizierter Gymnasiallehrer (im Ruhestand) der Fächerkombination Geschichte und Geografie, als ehemaliger Horner Museumsdirektor, derzeitiger Horner Stadtarchivar und Herausgeber verschiedener historischer Publikationen.

Der neue Vorstand: (v.l.) Beirat F. Polleroß, Schriftführerin A. Wagner, Beirätin und Herausgeberin der Schriftenreihe des WHB D. Gretzel, Vizepräsident L. Reis, Vizepräsidentin und stellvertretende Schrifleiterin B. Marchart, stellvertretender Finanzreferent K. Hulka, Präsident des WHB T. Winkelbauer, stellvertretender Schriftführer H. Winkler, Beirat und Herausgeber der Schriftenreihe des WHB H. Hitz

Er war erst der dritte Präsident nach dem Gründungsleiter Heinrich Rauscher (1951-1960) und Walter Pongratz (1960-1985). In den 33 Jahren von 1985 bis 2018 prägte er den Verein, der sich die Erforschung des Waldviertels und die Vermittlung von dem aktuellen Forschungsstand gerecht werdendem Wissen über möglichst viele Aspekte der Geschichte, der Kultur und der Natur des Waldviertels an ein interessiertes Publikum zur Aufgabe gemacht hat, mit seinem Engagement, seinem Kenntnisreichtum und seiner fachkundigen Erfahrung. Die Jahreshauptversammlung dankte Rabl für seine unschätzbaren Verdienste um den WHB mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten.

Der neugewählte Präsident, Thomas Winkelbauer, seit 1987 Mitglied der Redaktion der Vereinszeitschrift „Das Waldviertel“ und seit 1991 Vizepräsident des WHB, meinte, er trete in gewaltig große Fußstapfen und vertraue bei der Erfüllung der neuen Aufgabe auf die Hilfe seines Teams, in erster Linie der anderen Vorstandsmitglieder. Winkelbauer ist Universitätsprofessor für Österreichische Geschichte am Institut für Geschichte und Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien. Seine zahlreichen Publikationen umfassen unter anderem Bücher und Aufsätze über die Geschichte der Habsburgermonarchie in der Frühen Neuzeit, die Geschichte des Waldviertels, Herrschaftsverwaltung, Grundherren und Untertanen, Grundherrschaft und bäuerliche Gemeinde in Niederösterreich und Mähren sowie die Geschichte des Faches Geschichte an der Universität Wien.

„Ich trete in gewaltig große Fußstapfen und vertraue bei der Erfüllung der neuen Aufgabe auf die Hilfe meines Teams.“

Zitat, Thomas Winkelbauer

Mit dieser Neuwahl zogen auch neue Mitglieder in den Vorstand ein. Als jüngster im Bunde wurde der Horner Rechtsanwalt Leonhard Reis, der erst 2017 zum Honorarprofessor der Musikuniversität Kiew ernannt worden war, neben Gymnasialprofessorin Bettina Marchart zum Vizepräsidenten gewählt. Der Gmünder Stadtarchivar Harald Winkler wurde neben Geschichtsprofessorin Agnes Wagner zum Schriftführer ernannt.

„Wir werden unser Bestes tun, damit der Verein auch in Zukunft seine Aufgaben in jeweils zeitgemäßer, aber nicht blind dem Zeitgeist hinterherhechelnder, Art und Weise erfüllen kann.“

Zitat, Thomas Winkelbauer

„Dank des jahrzehntelangen intensiven Engagements Erich Rabls und seiner Fähigkeit, immer wieder neue Kräfte für eine aktive Mitarbeit an den Publikationen und Veranstaltungen des Vereins zu gewinnen, übernimmt das neue Leitungsteam eine florierende Waldviertler Institution“, meinte Winkelbauer zur Zukunft des Waldviertler Heimatbundes.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden