Resteverwertung nach dem Fest: Seminarbäuerinnen zeigen wie
BEZIRK. Ist vom Weihnachtsessen mehr übrig geblieben als erwartet und der Lebkuchenhunger schon gestillt? Fakt ist: Viele Lebensmittel finden nach dem Fest der Liebe Jahr für Jahr den direkten Weg in die Tonne. Um wertvolle Lebensmittel vor dem Müll zu bewahren, haben die Seminarbäuerinnen fünf Tipps zusammengestellt. Damit zeigen sie, wie einfach es ist, die Reste der Feiertage zu verwenden anstatt zu verschwenden.

„Wir haben als Bäuerinnen tagtäglich selbst mit der Produktion von Nahrungsmitteln zu tun. Wir wissen, wie wertvoll die Produkte sind und wieviel dahinter steckt. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, weitere Verwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen“, erklärt Seminarbäuerinnen Niederösterreich-Obfrau Elisabeth Lust-Sauberer.
Fünf Tipps für nachhaltigen Genuss auch nach den Feiertagen
1. Lebkuchenreste verwerten
Schon während der Weihnachtszeit ist Lebkuchen eine beliebte Nascherei. Wir haben oft sehr viel zu Hause - auch nach den Feiertagen. Wenn Lebkuchen nicht mehr in seiner ursprünglichen Form gegessen werden mag, kann er vielfältig verwertet werden: Harter Lebkuchen (ohne Schokolade) dient als Soßenbinder und auch tolle Desserts wie Lebkuchen-Joghurt und Lebkuchen-Milchshakes lassen sich zaubern.
2. Kekshunger schon gestillt?
Ist der Weihnachtskekshunger früher gestillt als erwartet, können etwa Vanillekipferl in Form eines Vanillekipferl-Kuchens neuen Anklang finden.
Das Rezept hierfür: 80 g weiche Butter, 150 g fein geriebene Vanillekipferl oder ungefüllte Kekse, 4 Eier, 30 g Zucker, 80 g Weizen - oder Dinkelmehl, 60 g grob geriebene Schokoreste, eventuell gehackte Dörrfrüchte.
Zubereitung: Eine Rehrückenform ausfetten und mit Brösel bestreuen. Butter mit Zucker schaumig rühren und nach und nach die Eier untermengen und schaumig aufschlagen. Keksbrösel mit Schoko und Mehl unter den Abtrieb heben und in die Form füllen. Bei 170 °C ca. 40 Min backen.
Tipp: Bei Mürbteigkeksen, Zitronen- oder Orangenschalen und Zimt dazugeben.
3. Gekochte Erdäpfeln als knusprige Bratkartoffeln
Nur ein paar Messerschnitte, etwas Öl und eine Prise Salz benötigt es um aus den Erdäpfeln vom Vortag knusprige Braterdäpfel zu zaubern. Fans von Gemüsesuppe können die Erdäpfel auch dieser beimengen oder falls eine größere Menge Erdäpfel verarbeitet werden soll etwa einen Erdäpfel-Käseauflauf zubereiten.
Hier das Rezept: 250 g gekochte Erdäpfel, 60 ml Milch, 2 Eier, ca. 100 g geriebene Käsereste, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, 1 TL Stärkemehl. Zubereitung: Backrohr auf ca. 180 °C Heißluft vorheizen. Erdäpfel grob zerdrücken, Milch mit Dotter und Käse verrühren, unter die Erdäpfel mengen und würzig abschmecken. Eiweiß und Stärkemehl zu Schnee schlagen und unter die Erdäpfelmasse geben. In eine mit zerlassener Butter ausgestrichene und mit Bröseln ausgestreute Auflaufform füllen und ca. 30 Minuten backen.
4. Nudeln entklumpen
Um die Nudeln vom Vortag wieder frisch aussehen zu lassen, gibt es einen simplen Trick: Erhitzt man sie 10 Sekunden in kochendem Wasser lösen sie sich voneinander und sind praktischerweise gleich erwärmt.
5. Hartes Brot, was nun?
Altes Brot hat noch lange nicht ausgedient. Es kann zu einem Brotsalat verarbeitet oder etwa für einen Brotsterz verwendet werden.
Seminarbäuerin Elisabeth Lust-Sauberer, bekannt aus TV und Radio nimmt für den Brotsterz: 250 g altgebackenes Brot, 1 Zwiebel, 200 g gewürfelten Speck oder Schinken, Reste aus dem Gemüsefach (z.B. Paprika, Zucchini, Kürbis), 3 Eier, Salz, Pfeffer, Petersilie.
Zubereitung: Brot in Würfel schneiden. Speck, Zwiebel und Gemüse würfelig schneiden und in Fett knusprig braten - beiseite geben. Brot in Fett knusprig rösten und mit dem Gemüsespeck vermengen. Die Eier verquirlen, über das Brot gießen und stocken lassen. Hat man noch Käsereste, kann man diese darüber reiben. Mit Salz, Pfeffer und Petersilie vollenden.


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