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Bezirk Horn. Der Frühling zieht ins Land und damit steht auch die Osterzeit wieder vor der Türe. Zahlreiche Bräuche sind in dieser Zeit verankert, die von Groß und Klein liebevoll gepflegt werden.

Foto: Timo Klostermeier/pixelio.de
Foto: Timo Klostermeier/pixelio.de

Die österliche Zeit reicht vom Palmsonntag bis zum Weißen Sonntag (Sonntag nach Ostern). Eier bemalen, einen Osterbaum mit Palmkätzchen und bunten Bändern gestalten oder das Ratschen in der Karwoche – traditionell ist die Frühlingszeit fest mit der Osterzeit verbunden.

Der grüne Donnerstag

Am Gründonnerstag wird vielfach Grünes gegessen (Spinat, Kräutersuppe). An diesem Tag gelegte Eier gelten als glücksbringend und unheilabwehrend.

Der Osterbaum

Die ersten Frühlingsboten holt der Osterbaum in die eigenen vier Wände. Mit Palmkätzchen und Zweigen von Forsythien oder der Korkenzieherhasel lassen sich besonders schöne Bäumchen gestalten. Bunte selbstbemalte Eier und diverser anderer österlicher Schmuck werden mit Bändern an die Äste drapiert. Das Färben und Aufhängen der Eier an einem Baum hat eine lange Tradition. Geflügeleier galten früher als Fruchtbarkeitssymbol und standen für den Sieg des Lebens über den Tod. Der Beginn des Frühlings – und das damit verbundenen Osterfests – bedeutet im übertragenen Sinn, dass ein Sieg der Wärme und der bunten Farben über die kalte Tristesse des Winters errungen wurde.

Wenn die Glocken nach Rom fliegen

Am Gründonnerstag beginnt die „Ratschenzeit“. Laut Legende fliegen die Glocken an diesem Tag nach Rom und ertönen erst wieder am Karsamstag. Ihre Aufgabe übernehmen in dieser Zeit Kinder, die mit ihren Ratschen um die Kirche und durch den Ort ziehen. Die Ratschen gibt es in den verschiedensten Formen und Konstruktionen: Schubkarrenratschen, Walzenratschen und Hammerratschen. Gemeinsam ist allen das rumpelnde, klappernde, eintönige Geräusch, das sie erzeugen. Waren es früher ausschließlich „Ratscherbuam“, dürfen heutzutage auch Mädchen dabei sein. Schöner Nebeneffekt für die Kids: Als Belohnung winkt ein schönes Körberlgeld und natürlich jede Menge süßes Zeug.

Buntes Osternest

Gefärbt, bemalt, marmoriert oder mit Bildern beklebt – Ostereier machen jedes Nest zu einem Hingucker. Mit einigen Tipps werden alle leuchtend bunt: Eier mit brauner oder gesprenkelter Schale legt man vor dem Färben am besten in eine Schüssel mit Essigessenz, so verlieren sie ihre Musterung und Farbe. In den vergangenen Jahren hat sich der Trend wieder immer mehr hin zu „natürlichem Färben“ etabliert. So ist das Färben auch mit diversen Pflanzen, Kräutern und Teesorten möglich. Für rote Eier etwa schält man 250 Gramm rote Rüben, schneidet sie klein und lässt sie 30 bis 45 Minuten zugedeckt köcheln. Den Sud anschließend abseihen und mit einem Schuss Essig versetzen, dann die Eier im Farbbad hart kochen. Einen besonderen Effekt kann man mit Zwiebelschalen erzielen: Mindestens eine Handvoll Zwiebelschalen in einem halben Liter Wasser zwanzig Minuten kochen lassen. Je nach gewünschtem Farbton die bereits gekochten Eier zwischen einer und 30 Minuten einlegen.

Meister Lampe

Am Ostersonntag warten die Kinder schon gespannt auf die Nestersuche. Ob im Haus oder bei schönem Wetter im Garten, nicht nur die Jüngsten haben dabei viel Spaß. Für ältere Kinder kann die Suche mit einer „Schatzkarte“ zu einem besonderen Erlebnis werden.


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