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NIEDERÖSTERREICH. Wenn EVN Wasser den Betrieb von einem Ortsnetz übernimmt, hat dieses in der Regel bereits vier bis fünf Jahrzehnte auf dem Buckel. Kein Wunder also, dass es undichte Stellen gibt. „Natürlich ist jedes Wassernetz anders beisammen, es gibt aber zahlreiche Fälle in denen über 40% des Wassers am Weg verloren gehen“, erzählt EVN Wasser Geschäftsführer Raimund Paschinger.
 

(V.l.) EVN Wasser Experten Nico Schönhacker und Thomas Nirschl Foto: EVN
(V.l.) EVN Wasser Experten Nico Schönhacker und Thomas Nirschl Foto: EVN

Um die Verluste zu minimieren, führt EVN regelmäßig Überprüfungen ihrer Trinkwasserleitungen durch: „Es soll kein Tropfen wertvolles Trinkwasser verloren gehen“. Dabei kommt ein modernes Verfahren zum Einsatz, um das jeweilige Leck zu orten. „Mit Spezialgeräten können wir akustische Signale aufzeichnen und Schäden an den Versorgungsleitungen lokalisieren. Alle georteten undichten Stellen werden im Anschluss repariert und durch eine erneute Messung kontrolliert“, so Paschinger. Neben den wenigen großen Schäden, die rasch behoben werden können, sind es vor allem viele kleine Schäden, die den hohen Wasserverlust verursachen.

Der überwiegende Teil der Schäden befindet sich nämlich auf den Hausanschlussarmaturen. Deren Sanierung war bisher eine besonders mühsame Angelegenheit, da die Versorgungsleitung völlig außer Betrieb genommen werden musste. „Niemand freut sich über eine Unterbrechung der Wasserversorgung – Hotel- oder Restaurantbetreiber schon gar nicht“, erzählt Paschinger. Durch eine innovative Lösung aus Deutschland soll dies aber nun der Vergangenheit angehören. Der niederösterreichische Wasserversorger verwendet nämlich nun Armaturen, die eine Sanierung ermöglichen, ohne die Versorgung zu unterbrechen. „Die neuen Armaturen werden in Österreich erstmalig eingesetzt. Damit können Versorgungsunterbrechungen und Schadensquellen minimiert werden. Das freut unsere Kunden“, so der Experte abschließend.


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