Im Gespräch mit dem neuen Finanzlandesrat
MÖDRING. Nach seiner offiziellen Angelobung steht der neue Finanzlandesrat (ÖVP) Ludwig Schleritzko Tips nun wie versprochen Rede und Antwort.

Tips: Wie groß war Ihre Überraschung, als Sie gefragt wurden, ob Sie den Landesratsposten übernehmen möchten?
Ludwig Schleritzko: Aufgrund meiner beruflichen Vergangenheit und auch meines Jobs als Direktor des Nationalparks Thayatals, war ich laufend in Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern. Trotzdem hat mich die Nominierung als Landesrat durch die heutige Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sehr überrascht, aber auch gefreut.
Zitat, Ludwig Schleritzko:“Meinen politischen Stil würde ich als kommunikativ, transparent, durchsetzungsstark, geradlinig und verlässlich beschreiben.“
Tips: Als studierter Agrarökonom liegt Ihr Schwerpunkt in der Landwirtschaft. Dieses Ressort bleibt aber bei VP-Landesrat Stephan Pernkopf. Hätten Sie nicht lieber das Landwirtschaftsressort übernommen und fühlen Sie sich im Finanzressort überhaupt zu Hause?
Ludwig Schleritzko: Ich finde die Ressortaufteilung so wie sie getroffen wurde sehr gut. Stephan Pernkopf ist in seinem Ressort sehr erfahren. Hier einen Wechsel so knapp vor der Wahl vorzunehmen wäre nicht zielführend. Im Ressort Finanzen fühle ich mich natürlich zu Hause. Einerseits aufgrund meiner Ausbildung, andererseits aufgrund meiner beruflichen Erfahrung. Außerdem verfüge ich in all meinen Ressorts über ausgesprochen kompetente und erfahrene Mitarbeiter.
Tips: Als Finanzlandesrat sind Sie auch für Förderungen zuständig. Daher eine konkrete Frage: Würden Sie Ihre Zustimmung zur Subvention der Dr. Erwin Pröll Privatstiftung geben?
Ludwig Schleritzko: Derzeit prüft der Landesrechnungshof in dieser Angelegenheit. Die Ergebnisse der Prüfung möchte ich abwarten und dann daraus die entsprechenden Schlüsse ziehen.
Tips: Sie sind außerdem für den NÖ Gesundheits- und Sozialfonds zuständig. Dieser ist unter anderem für die Finanzierung aller Krankenanstalten zuständig. In Ihrer Antrittsrede haben sie von Gesundheitsförderung und Prophylaxe gesprochen. Was sind die konkreten Inhalte?
Ludwig Schleritzko: Die Planung, Finanzierung und Qualitätssicherung des Gesundheits- und Sozialwesens ist eine große Herausforderung. Damit alles reibungslos läuft sind effiziente Strukturen und eine enge Abstimmung aller Gesundheitseinrichtungen notwendig. Ein wichtiger Punkt ist dabei das Thema Gesundheitsvorsorge: Wie können wir die Menschen ohne erhobenen Zeigefinger zu einem gesunden Lebensstil motivieren? Die Initiative „Tut gut“ ist mit ihren Angeboten in den Gemeinden, Schulen und Kindergärten unterwegs. Dieses Angebot werden wir noch weiter intensiveren und ausbauen.
Tips: Die Landeskliniken genießen einen sehr unterschiedlichen Ruf. Im ländlichen Raum schneiden sie besser ab, als im städtischen Bereich. Vor allem in St. Pölten hört man immer wieder von Problemen. Was halten Sie dem entgegen?
Ludwig Schleritzko: Die Landeskliniken fallen in die Zuständigkeit von Stephan Pernkopf, der sich gerade ein Bild von allen Standorten macht. Dem möchte ich nicht vorgreifen.
Tips: Sie sind Betriebsführer am elterlichen Betrieb. Bleibt jetzt noch Zeit dafür?
Ludwig Schleritzko: Ich habe die Betriebsführerschaft sowohl aus zeitlichen Gründen als auch aufgrund der gesetzlichen Unvereinbarkeit zurückgelegt.
Tips:Was sind Ihre persönlichen Ziele?
Ludwig Schleritzko: In Niederösterreich wurde in den letzten Jahrzehnten Großes geleistet. Es gab eine rasante Entwicklung vom Agrarland zum Land der Universitäten, Fachhochschulen, mit bester Infrastruktur sowohl bei Straßen und im öffentlichen Verkehr, oder der Gesundheitsversorgung. Werte, die nachhaltig geschaffen wurden. Mein Ziel ist es, diese positive Entwicklung des Landes auch in Zukunft weiter voranzutreiben.


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