Nationalratswahl: Im Interview mit Katharina Riederer von den NEOS
BEZIRK HORN. Farbtechnisch wird bei der kommenden Nationalratswahl am 15. Oktober ein breites Spektrum geboten. Rot, grün, blau, weiß und pink- um nur einige zu nennen. 16 Parteien treten an- sechs davon allerdings nur in den Bundesländern. So viele Bewerber gab es bundesweit erst einmal, und das im Jahr 2008. In den sieben Wahlkreisen für Niederösterreich kandidieren insgesamt zehn Parteien. 37 Nationalratsmandate sind zu vergeben. Tips hat bei den Bezirks-Kandidaten der Regionalparteilisten für den Wahlkreis 3B-Waldviertel nachgefragt.

Interview mit KATHARINA RIEDERER; NEOS
Tips: Was sind Ihre vordergründigen Ideen und Anliegen um die ländliche Region und damit das Waldviertel zukunftsfit zu machen?
Katharina Riederer: Ich fand die Idee einer Fachhochschule in Horn an sich nicht schlecht, weil ich viele junge Studenten kenne, die eher den ländlichen Bereich präferieren. Mehr Angebote für Jugendliche, angefangen von mehr Schulen oder vielleicht wirklich Universitäten und vermehrt Freizeitangebote, wie etwa gute Möglichkeiten zum abendlichen Ausgang, was im Waldviertel (zumindest im Winter) ein großes Problem darstellt.
Tips: Ihre Meinung zu einer möglichen Waldviertel-Autobahn?
Katharina Riederer:Ich befinde die Autobahn grundsätzlich für keine schlechte Idee, jedoch müsste man zuerst die Zugverbindungen im Waldviertel ausbauen, damit Studenten und vor allem Pendler leichter von Horn nach Wien kommen, ohne einmal umsteigen zu müssen. Dies ist meines Erachtens ein größeres Problem, mit dem man sich zuerst auseinandersetzen sollte, vor allem wenn man an die umweltfreundlichen Vorteile des Zugfahrens denkt.
Tips: Welche Maßnahmen tragen Ihrer Meinung dazu bei, um zukunftsträchtige Arbeitsplätze zu schaffen und der Abwanderung im Waldviertel entgegen zu wirken?
Katharina Riederer:Die Digitalisierung sollte mehr in den Vordergrund rücken. Eine Familie mit Kindern kann sich kein Leben mehr leisten, wenn nur ein Elternteil arbeiten geht. Deswegen sollte zumindest einer von Zuhause aus arbeiten können - Digitalisierung. Damit könnte man die Kinder in der Schule unterstützen und parallel arbeiten. In diesem Sinne ist Bildung das Um und Auf in einem Staat, der gut und vernünftig funktionieren soll.
Tips: Was läuft derzeit falsch in der Politik?
Katharina Riederer:Die bürokratischen Verlangsamungen im Staat. Die neue Bildungsreform sollte sofort umgesetzt werden und nicht erst in zehn Jahren. Es muss frischer Wind in die Politik kommen und da spreche ich nicht von einzelnen Personen, sondern von neuen Bewegungen, die mit Lebenserfahrung und ihrem Können und Wissen den Staat an die Spitze bringen.
Tips: Wie kann den vielfältigen Herausforderungen im Gesundheits- und Pflegebereich zukünftig begegnet werden?
Katharina Riederer:Die Themen Gesundheit und Pflege sind sehr komplex. Durch den ständigen Anstieg einer „älteren Bevölkerung“ wird dies eine große Herausforderung in den nächsten Jahren werden. Es werden im Waldviertel viel mehr Ärzte benötigt, um die langen Wartezeiten zu reduzieren, speziell Fachärzte. Pflegeheime müssen besser gestaltet werden, um der Bevölkerung ein gemütliches Heim bieten zu können, weil eine 24-Stunden-Plege kann sich kein Normalverdiener leisten, geschweige denn mit den späteren Pensionen.
Tips: Ihr persönliches politisches Vorbild?
Katharina Riederer:Claudia Gamon, Abgeordnete zum Nationalrat für die Neos. Sie ist eine Inspiration für mich, weil sie den Mut hatte so jung Abgeordnete zu werden.


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