Apfelsaft ist nicht gleich Apfelsaft: Jaidhof startet Sortenschutzprojekt
JAIDHOF. Eine regionale Initiative macht sich in Jaidhof für den Erhalt von zahlreichen seltenen Obstbäumen mit alten Sorten stark.

Jaidhof und die umliegenden Wälder beherbergen einen großen Schatz: Hier sind so viele seltene Obstarten auf engstem Raum zu finden, wie sonst kaum irgendwo in Österreich. Nun haben es sich die Gutmann“sche Forstverwaltung Jaidhof, der Verein Arche Noah aus Schiltern, das Jaidhofer Unternehmen wildfrucht und mehrere engagierte Bürger zum Ziel gesetzt, diese besondere Sortenvielfalt zu erhalten und auch weiterzuentwickeln.
Besonders groß ist die Vielfalt in der Schlossallee. „Wir haben hier Sorten gefunden, die in Österreich extrem selten oder gar nicht bekannt sind“, berichtet Johannes Maurer vom Verein Arche Noah. Ein Großteil der Bäume sei rund 80 Jahre alt und drohe in den kommenden Jahren abzusterben. Um die Sorten dennoch auch für künftige Generationen zu erhalten, hat der Verein auf einer Wiese insgesamt 70 Bäume von seltenen Sorten gepflanzt.
Die Obstbäume sollen jedoch auch genutzt werden: Um den einzigartigen Geschmack der alten Sorten begreifbar zu machen, presst das Jaidhofer Unternehmen wildfrucht sortenreine Säfte, die vor Ort und in der Gastronomie erhältlich sind. „Wir wollen den einzelnen Sorten einen Geschmack geben“, erklärt Firmenchef Christoph Mayer. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Äpfeln, es werden aber auch vereinzelt Birnen und Zwetschken verarbeitet. Das Unternehmen übernimmt außerdem die Pflege der Bäume.


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