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Nachnutzung Landwirtschaftsschule: Vierkanter könnte Zentrum für Bauern bleiben

Michaela Primessnig, 21.06.2016 16:18

KATSDORF. Bereits vor einem Jahr hat die Gemeinde Katsdorf ein Konzept für die Nachnutzung der Landwirtschaftsschule präsentiert. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bewirbt man sich nun auch noch um den neuen Standort der Bezirksbauernkammern Freistadt und Perg.

Das Gebäude der jetzigen Landwirtschaftsschule Katsdorf soll nach der Übersiedelung im Sommer 2017 als multifunktionales Zentrum wieder mit Leben gefüllt werden − Tips berichtete.

Seit der Präsentation vor einem Jahr haben sich noch weitere Nutzungsmöglichkeiten ergeben.

Relativ fix ist nun, dass ein Teil künftig für das Gemeindeamt genutzt werden soll. Damit werden am derzeitigen Standort Platzkapazitäten für Einrichtungen frei, die jetzt in der alten Volksschule auf engstem Raum untergebracht sind, z. B. Jugendraum, Mutter-Kind-Beratung, etc.

Aufgrund der geplanten Zusammenlegung der Bezirksbauernkammern Freistadt und Perg möchte man sich als möglicher neuer Standort ins Gespräch bringen. Mehrere Argumente sprechen dafür, die man bei der Landwirtschaftskammer auch bereits vorgebracht hat.

Zahlreiche Synergien für künftige Nutzung

„Es gibt viele Synergien, die bei uns genutzt werden könnten wie z. B. der Veranstaltungssaal. Außerdem sind hier auch der Maschinenring Gusental und die Bioenergie untergebracht. Es spricht einiges dafür, dass wir auch in Zukunft ein Zentrum der Landwirtschaft bleiben“, so Vizebürgermeister Wolfgang Greil überzeugt.

Auch die Lage spreche dafür, immerhin wird ein Ort gesucht, der an der Grenze liegt. „Wir liegen im Drei-Bezirke-Eck. Wir wollen der Landwirtschaftskammer natürlich nicht vorschlagen, wie sie ihre Standorte zusammenlegt, aber das bietet sich auf jeden Fall an.“ Die Nähe zur A7 und zur S10 wären dabei natürlich weitere Pluspunkte.

Das über 100-jährige Gebäude der Landwirtschaftsschule soll nach dem Kauf und der Übernahme in Gemeindeeigentum komplett generalsaniert werden. „Jetzt geht es nur mehr darum, wann das Land zusagt, dass das Objekt gekauft werden darf“, erklärt Greil, „geplant wäre, dass wir Ende des Jahres oder Anfang 2017 einen Architektenwettbewerb ausschreiben.“

Café und Hofladen mit heimischen Produkten

Weitere wichtige Bereiche im neuen Zentrum sollen ein Veranstaltungssaal sowie ein Café und ein Hofladen sein, der für den Verkauf regionaler landwirtschaftlicher Produkte zur Verfügung stehen soll.

Des Weiteren ist man im Gespräch mit der Landesmusikschule wegen der Unterbringung einer Expositur. Den restlichen Teil des Gebäudes möchte die LAWOG übernehmen und teilweise an die Diakonie für eine Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung vermieten.


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