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KIRCHBERG AN DER PIELACH. Der Turnhallenhersteller TURKNA aus Kirchberg an der Pielach hat laut NÖ Wirtschaftspressedienst im Vorjahr mit 30 Mitarbeitern seinen Umsatz um rund zehn Prozent auf sechs Millionen Euro erhöht. Dennoch ist Hubert Engelbrechtsmüller, geschäftsführender Gesellschafter der TURKNA Ges.m.b.H, mit dem Verständnis, das die Politik gegenüber den Bildungsaufgaben und insbesondere dem Sport in der Schule entgegenbringt, nicht ganz zufrieden.

Hubert Engelbrechtsmüller, geschäftsführender Gesellschafter der TURKNA Ges.m.b.H, plädiert für mehr Mittel für Bewegungsprojekte. Foto: OÖN/volker weihbold

„Hier gab es einmal die berühmte tägliche Turnstunde, sogar in den Gesetzesrang erhoben“, erinnert sich Engelbrechtsmüller. „Aus dieser täglichen Turnstunde für alle Schulformen und Schulstufen ist zuerst eine für Ganztagsschulen geworden, dann weder täglich noch im Turnunterricht, und schließlich muss sie ja auch eine Stunde nicht dauern - also eine typisch österreichische Lösung“.

„Nur 65 Prozent fit fürs Heer“

Zwar bemühe sich Verteidigungs- und Sportminister Hans Peter Doskozil, hier wieder Schwung in die Sache zu bringen, „offenbar aufgeschreckt, weil nur mehr 65 Prozent der Jugendlichen fit fürs Bundesheer seien. Man wird sehen, was er bewirken kann“, sagt der TURKNA-Chef. Dass Prävention viel weniger koste als der Aufwand für Frühpensionen, Behandlung von Diabetes, übergewichtsbedingten Gelenks- und Bandscheibenproblemen sowie für Rehabilitation liege auf der Hand.

Mittel für Sportstätten

Positiv wertet Engelbrechtsmüller, dass in Zeiten knapper Budgets doch immer wieder Mittel für die Sanierung oder den Neubau von Sportstätten aufgebracht werden. So hat TURKNA dem NÖ Wirtschaftspressedienst zufolge im letzten Jahr die Johann-Pölz-Halle im Amstetten fertiggestellt sowie die Sporthalle in Schwarzach im Pongau, die Turnsäle der Volksschulen Großraming und Ischgl sowie weitere rund 40 Objekte saniert oder neu eingerichtet. Im heurigen Jahr zeichnet TURKNA für die Neueinrichtung der Sporthalle in der Ybbsfeldhalle in Blindenmarkt verantwortlich, wozu auch der Bühnenraum für die Operettenfestspiele gehört. Zudem werden Sport- und Turnsäle. wie in Heiligenkreuz, Imst, Velden und Grafenbach, revitalisiert.

„Es könnte mehr sein“

„Aber es könnte natürlich, wie immer, mehr sein“, so der Experte. Hier setzt er auf die „Unterstützung der Medien, um die Bevölkerung aufzuklären und zu animieren, Sport nicht nur passiv vor der Glotze, wie jetzt bei der Fußball-Europameisterschaft, zu konsumieren, sondern auch aktiv zur eigenen körperlichen und gesundheitlichen Ertüchtigung zu betreiben.“

„Stabile bis leicht steigende Zahlen“

Für das laufende und die nächsten Jahre rechnet Engelbrechtsmüller mit „stabilen bis leicht steigenden Zahlen“. Die TURKNA Ges.m.b.H. ist ein Hersteller von Turn- und Sportgeräten und gilt als Spezialist für die Komplettausstattung von Sporthallen.


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