Wildnis im Nationalpark: Seltene und einst verschollene Tierarten kehren zurück
ROSSLEITHEN. Der Nationalpark Kalkalpen hat sich als bedeutendes „Wald-Großschutzgebiet“ etabliert. Am Donnerstag, 5. Dezember, hält Zoologe Erich Weigand in der Villa Sonnwend in Roßleithen einen Vortrag, in dem er anhand zahlreicher Bilder die beeindruckenden Veränderungen der Landschaft und den Verwilderungsprozess seit dem Einstellen der Forstwirtschaft vor 30 Jahren präsentiert. Dabei werden auch seltene Tierarten vorgestellt, die im Nationalpark wieder einen Lebensraum gefunden haben.

Der Nationalpark Kalkalpen hat seine nationale sowie auch hohe internationale Stellung als „Wald-Großschutzgebiet“ gefunden. Mit 81 Prozent Waldbedeckung gilt er als „Der Wald-Nationalpark“ in Österreich. Und dies gilt auch für den gesamten Alpenraum, denn bei den derzeit 13 Alpen-Nationalparks handelt es sich überwiegend um alpin geprägte Schutzgebiete, deren Gesamtfläche zu 84 Prozent über der Waldgrenze liegt.
Maßgeblich zu einem raschen Verwilderungsprozess beigetragen hat die hochdynamische Entwicklung von etlichen massiven Naturereignissen in den letzten beiden Jahrzehnten, wie Lawinen, Windwürfe nach Orkanen, Waldbrand, Hochwasser, Borkenkäfer. Viele zurückgedrängte und einige von der Fachwelt als ausgestorben vermutete Tierarten finden wieder einen Lebensraum, kehren zurück und besiedeln ihre ursprüngliche Heimat.
Vortrag in der Villa Sonnwend
Der Zoologe Erich Weigand präsentiert in einem Vortrag am Donnerstag 5. Dezember, um 19 Uhr in der Villa Sonnwend in Roßleithen anhand zahlreicher Bilder die sich, seit dem Einstellen der Forstwirtschaft vor 30 Jahren, verändernde Landschaft und den Verwilderungsprozess, welchen die Natur vorwiegend selbst bestimmt. Dabei werden hoch spezialisierte und sehr seltene Tierarten vorgestellt, die dadurch wieder einen Lebensraum finden. Es handelt sich um Urwaldreliktarten, die man heute nur noch in den letzten Urwäldern Europas findet, und um Endemiten, welche es nur in Österreich oder gar nur in den Oö. Kalkalpen gibt. Des Weiteren betrifft es sehr selten gewordene Schmetterlinge, die offene Lebensräume besiedeln und durch Schutzmaßnahmen auf den Almen im Nationalpark Kalkalpen heute teils wieder zahlreich zu beobachten sind.


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