Schaumbergalm: Steinadlerpaar zieht über Alm seine Kreise

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Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 16.06.2016 07:30 Uhr

ROSENAU AM HENGSTPASS. Die Schaumbergalm im Gemeindegebiet von Rosenau am Hengstpass bietet einigen Brutpaaren von Neuntötern und den selten gewordenen Gelbbauchunken Lebensraum und ein Steinadlerpaar nützt die Almflächen gelegentlich als Jagdrevier.

Die Schaumbergalm liegt zwischen dem Größtenberg und dem Trämpl in einer Höhenlage zwischen 1050 und 1430 Metern im Nationalpark Kalkalpen. Sie weist eine Reinweidefläche von 82 Hektar auf und ist von Mitte Mai bis Ende September bewirtschaftet.

Die Alm wurde 1575 urkundlich als Darsbacher Alm erwähnt. Über mehrere Jahrhunderte wurde sie von Bauern aus dem Windischgarstner Tal genutzt. Der damalige Vieh- und Pferdehändler Heinrich Moser verkaufte die Schaumbergalm. Seit 90 Jahren bewirtschaftet die Agrargemeinschaft Schaumbergalm – acht Bauern aus Großraming – die Alm.

In den 1950er-Jahren wurde noch Milchvieh in größerem Umfang aufgetrieben. Die Alm- und Halterleute führten bis dahin einen Sennereibetrieb. Mit der zunehmenden Mechanisierung in der Landwirtschaft folgte ein Rückgang der Almwirtschaft auf der sechs Gehstunden von den Großraminger Heimbetrieben entfernt liegenden Schaumbergalm. In den 1960er- und 197er-Jahren bewirtschaftete der Halter der benachbarten Ebenforstalm die Schaumbergalm.

Altes Almgebäude verfallen

So ist das alte Almgebäude verfallen. Es war mit einer Länge von 38 Metern und einer Breite von sieben Metern eine der größten Almhütten in Oberösterreich. Die Reste des Gebäudes erinnern in der Mulde unterhalb des Größtenbergs an die einstige Blütezeit der Alm. Sie könnten von vielen lustigen, waghalsigen und traurigen Geschichten und Begegnungen im Hintergebirge berichten. So soll hier dem Wolfbauern Gust, legendärer Anführer der Mollner Wildererbande, Unterschlupf gewährt worden sein.

Neue Hütte errichtet

2006 haben die Bauern eine neue, gefällige Hütte im vorderen Bereich der Alm errichtet. Halterin Waltraud Weiermaier versorgt neben 70 Stück Rindern auch Wanderer und Mountainbiker mit Almschmankerln. Vom Bodinggraben aus erreicht man die Alm auf dem Salzträgersteig in 1,5 Stunden und mit dem Bike sind 585 Höhenmeter und sieben Kilometer Forststraße bis zur Alm zu überwinden.

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