Raum Bad Hall ist neuer Standort für die Bezirksbauernkammern Kirchdorf und Steyr
KIRCHDORF/STEYR. Im Zuge der Kammerreform der Landwirtschaftskammer Oberösterreich werden die Dienststellen der Bezirksbauernkammern Kirchdorf und Steyr zusammengeführt. Als neuen Standort hat man sich auf den Raum Bad Hall geeinigt.

Gründe für die Reform sind die rückläufige Zahl an bäuerlichen Betrieben, die rückläufige öffentliche Finanzierung sowie die Zunahme an Beratungen und die Spezialisierung der Dienstleistungen. Die beiden Bezirksbauernkammern (BBK) Steyr und Kirchdorf werden künftig in einer gemeinsamen Dienststelle untergebracht. Aufgrund der zentralen Lage und der guten Infrastruktur ist die Entscheidung auf den Raum Bad Hall gefallen. Derzeit wird nach einem geeigneten Gebäude gesucht.
„Wir reden immer davon, dass der Bodenverbrauch reduziert werden soll, deshalb ist es unser Ziel, bereits verbaute Fläche zu nutzen und nichts Neues auf die grüne Wiese zu stellen“, sagt Franz Schillhuber, Leiter der BBK Steyr. Die Entscheidung über den neuen Standort im Raum Bad Hall wird in der Landwirtschaftskammerzentrale in Linz fallen und könnte noch im Herbst getroffen werden. Einige Angebote sind diesbezüglich in den letzten Wochen eingetrudelt.
Schauküche in Schlierbach
„Wir hätten die Landwirtschaftliche Fachschule Schlierbach als Standort forciert. Trotz der Entscheidung dagegen, soll dort im Rahmen der Schul-Sanierung eine Schauküche entstehen, um das Angebot der Seminarküche der Bauernkammer aufrechtzuerhalten“, erzählt der Kirchdorfer BBK-Obmann Franz Karlhuber.
Neue Dienststellenstruktur
Die Umsetzung der neuen Dienststellenstruktur soll schrittweise bis Anfang 2019 erfolgen, könnte aber bei einem geeigneten Gebäude – wo keine großen Umbauarbeiten nötig sind – auch schon 2017 über die Bühne gehen. „Wichtig ist uns, dass wir alles ordentlich machen“, betont Franz Schillhuber, der ab dem Frühjahr provisorischer Leiter der Region Steyr-Kirchdorf sein wird. Der Kirchdorfer Dienststellenleiter Ferdinand Reinthaler geht im Frühjahr 2017 in Pension. Das Kirchdorfer Gebäude soll nach dem Umzug vermietet werden.
Beratungsqualität erhalten
„Sehr viel Tradition und Verbundenheit geht damit verloren. Wir werden jedoch versuchen, die Kontakte aufrechtzuerhalten“, sagt Franz Karlhuber zur Zusammenführung der Bezirksbauernkammern und ist sich sicher, „die hohe Qualität in der Beratung soll erhalten bleiben. In Zukunft wird sich so viel ändern, da braucht man eine starke Kammer.“ Die im Landwirtschaftskammergesetz vorgesehene Eigenständigkeit der Bezirksbauernkammern auf der Funktionärsebene mit der Struktur der Ortsbauernschaften bleibt in der bisherigen Form erhalten. Es gibt auch keine Entlassungen.
Die Steyrer Bezirksbauernkammer-Obfrau, Edeltraud Huemer, begrüßt die Zusammenführung: „Das ist sehr vorausschauend. Die Betriebe werden weniger und damit auch die Kammerumlagen. Wir bekommen ein Kompetenzzentrum. Die Betreuung der Bauern ist deshalb nicht schlechter.“


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