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INZERSDORF IM KREMSTAL/MICHELDORF. Um Kindern aus ärmlichen Verhältnissen eine Perspektive zu geben, sind Marlene Egelseder (23) aus Inzersdorf und Nina Kuntner (18) aus Micheldorf nach Peru gereist. Dort gaben sie für die nichtstaatliche Organisation HOOP (Helping Overcome Obstacles Peru) Englischunterricht.

Marlene Egelseder tanzt mit den Kindern. Foto: Cecilia Smith
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„Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens“, ist Marlene Egelseder überzeugt: „Man lernt unglaublich viel über sich selbst und über den Umgang mit Kindern und man bekommt so viel von ihnen zurück wie Freude, Wertschätzung und Dankbarkeit. Es war für mich selbst eine wertvolle Erfahrung, über meine Grenzen hinauszuwachsen.“ Zehn Wochen lang, von Oktober bis Dezember, arbeitete die Inzersdorferin ehrenamtlich bei HOOP.

Kindern eine Perspektive im Leben geben

Die nichtstaatliche Organisation wurde 2012 gegründet. Unter den Gründern ist Teresa Schwarz aus Wartberg an der Krems. Ziel ist es, rund 120 Kindern und deren Eltern in Arequipa (Peru) mit Englischunterricht und Workshops eine Perspektive in ihrem Leben zu geben. Bei HOOP arbeiten neun Fixangestellte und rund 15 bis 20 lokale und internationale Volontäre. „Mir hat es besonders gefallen, dass ich vom ersten Tag an in die ,Hoop-Familie' aufgenommen wurde und mit einem sehr herzlichen internationalen Team zusammenarbeiten konnte“, berichtet Marlene Egelseder.

Arbeit mit den Kindern als soziale Bereicherung

Es gibt acht Klassen mit Kindern im Alter von 3 bis 17 Jahren, die am Nachmittag, also nach dem Besuch der staatlichen Schule, eine Stunde lang Englischunterricht erhalten. „In der zweiten Stunde stehen Sport, Zeichnen oder Projekte wie Tischlern auf dem Programm“, erzählt Marlene Egelseder. Damit werden die Gemeinschaft gefördert und die sozialen Kompetenzen gestärkt. „Die Kinder lernen in einem Team zu agieren, wobei der Spaß im Vordergrund steht“, so die Inzersdorferin, der die Arbeit mit den Kindern besonders gut gefallen hat: „Die Kinder brachten immer eine Fröhlichkeit mit, wenn sie in die Schule kamen und sie öffneten sich mir gegenüber jeden Tag ein Stück mehr.“

Unterschiedlichste Projekte in der Community

In der Nähe der Schule leben rund 200 Familien, die sogenannte „Flora Tristán Community“. HOOP bietet auch für die Community vielfältige Projekte an, dazu zählen beispielsweise Gesundheitsworkshops, Selbstbewusstseinsstärkung, Handarbeit und Kochen. Die Stärkung des Umweltbewusstseins der dort lebenden Menschen ist derzeit ein großes Thema. Beispielsweise läuft ein Recycling Projekt, bei dem aus Plastikflaschen, Metalldosen, Sand, Zement und Wasser Müll-Container gebaut werden. Als nächstes Projekt soll ein eigenes Schulgebäude errichtet werden, denn die derzeitigen Räumlichkeiten sind nur gemietet.

HOOP organisiert auch regelmäßig Veranstaltungen, bei denen Werbeprodukte verkauft werden, um Spenden zu sammeln. Denn die Organisation ist rein von Spenden finanziert.

Freizeit als Volontär

Volontäre arbeiten rund zehn Stunden in der Woche in der Schule. Zusätzlich dazu müssen der Unterricht vorbereitet und ein Feedback erstellt werden. Einmal wöchentlich findet ein Volontär-Meeting statt. Ihre Freizeit gestalten die Volontäre beliebig. Sie kochen gemeinsam, unternehmen Ausflüge in die Region und in die Stadt. „Wir besuchten Salsa Tanzstunden, um der peruanischen Kultur näher zu kommen“, erzählt Marlene Egelseder.

Mit Bildung kann man viel erreichen

Die Inzersdorferin hat sich für das Volontariat entschieden, weil sie der Meinung ist, „dass man mit Bildung sehr viel erreichen und mit Englischunterricht den Armutskreislauf durchbrechen kann.“ In Erinnerung bleiben werden ihr „die Erfolgsmomente, wenn sich meine Schüler verbessert haben, das gemeinsame Malen, basteln und die Zeit am Spielplatz sowie die Feste außerhalb der Schule.“

Viele neue Freundschaften sind entstanden

Ähnliche Erfahrungen machte auch Nina Kuntner aus Micheldorf, die im Herbst vier Wochen lang bei HOOP arbeitete: „HOOP war für meinen Wunsch zu reisen, mit Kindern zu arbeiten und gleichzeitig neue Erfahrungen zu sammeln, die perfekte Möglichkeit, all dies gleichzeitig zu tun. Am besten haben mir die Wertschätzung der Kinder sowie die vielen neuen Freundschaften, die im Laufe der Zeit entstanden sind, gefallen.“

Im Rahmen einer Weihnachtskampagne werden derzeit Hoop-Helper gesucht, die eine langfristige Finanzierung einer Klasse sicherstellen. Nähere Infos unter www.hoopperu.org/hoop-helper

Infos über einmalige Spenden gibt's hier bzw. einmalige Spenden von Österreich aus hier


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