Pächter der Gowilalm: „Tagesbetrieb erholt sich bei uns nur langsam“

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Sophie Kepplinger Sophie Kepplinger, Tips Redaktion, 11.08.2020 18:44 Uhr

SPITAL AM PYHRN/ROSENAU AM HENGSTPASS. Durch die Corona-Krise rückt die Heimatregion mit ihren Angeboten mehr denn je in den Fokus. Die Krise hat jedoch nicht nur Einfluss auf die Freizeitplanung, sondern auch auf den Tagesbetrieb der bewirtschafteten Almhütten.

Dass auch die Tagesgeschäfte der Almhütten von der Corona-Krise betroffen sind, haben die jungen Pächter der Gowilalm im Gemeindegebiet von Spital am Pyhrn hautnah miterlebt. Grundsätzlich startet die Gowilalm jährlich am 1. Mai in den Sommerbetrieb und ist bis 1. November durchgehend geöffnet. Heuer kamen zu den allgemeinen Vorbereitungen vor der Öffnung noch die Maßnahmen wegen des Coronavirus hinzu: „Am 1. Mai hätten wir regulär aufgesperrt. Nur wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, wie sich alles entwickeln würde“, erinnert sich der 25-jährige Gabriel Straßmayr. Gemeinsam mit seiner 23-jährigen Partnerin Larissa Mitkovski hat er vergangenes Jahr die Gowilalm gepachtet.

Bar vor der Hütte

Obwohl die jungen Pächter noch nicht allzu lange den Blick von den Haller Mauern genießen, haben sie sich doch recht schnell mit den Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus zurecht gefunden und Maßnahmen für ein sicheres Genießen auf der Alm geschaffen: „Draußen haben wir eine Bar aufgestellt, damit unsere Gäste keine geschlossenen Räume aufsuchen müssen um zu bestellen. Außerdem haben wir unseren Holzstadel umfunktioniert und belegen die Matratzenlager nur soweit, dass der nötige Mindestabstand gegeben ist“, erzählt der 25-Jährige Pächter: „Trotz allem waren die Vorgaben nicht immer ganz einfach, und die Zeit, sich etwas zu überlegen war meist recht kurz. Grundsätzlich funktioniert es nun aber sehr gut.“ Die Gowilalm (Oberweng 100, 4582 Spital/Pyhrn) ist bis 1. November durchgehend geöffnet und bietet neben herzhaften Schmankerln vom Holzofen und einer zünftigen Jause auch köstliche Palatschinken nach altem Hausrezept sowie moderne Alternativen für Vegetarier und Veganer.

Zickerreith am Hengstpass

Neben der Gowilalm ist auch das Zickerreith am Hengstpasse ein beliebtes und gut besuchtes Ausflugsziel in der Pyhrn Priel Region. Die Almhütte liegt auf 950 Metern Seehöhe am Fuße des Wasserklotzes und des Schwarzkogels. Die Pächter Marie-Theres Berger und Franz Rodlauer sind nun ebenfalls das zweite Jahr auf der Hütte und nutzten die Zeit während des Corona-Lockdowns für Renovierungsarbeiten: „Wir haben die Zeit zu Beginn der Corona-Krise für Arbeiten und Umbauten an der Hütte genutzt und sind dann Mitte Mai in die Sommersaison gestartet“, berichtet Marie-Theres Berger.

Mehr Wanderer unterwegs

„Grundsätzlich haben wir aber im Vergleich zum Vorjahr kaum Einbrüche im Tagesbetrieb bemerkt. Es läuft eigentlich alles so, wie die letzte Saison auch“, freut sich die Pächterin. Bemerken tue sie dafür mehr junge Leute, die am Hengstpass wandern gehen und danach noch ein „Schmankerl“ auf der Almhütte genießen. „Mir kommt es so vor, als seien durch die Corona-Krise noch mehr Leute in den Bergen unterwegs. Viele junge Wanderer, aber auch einige Familien sind bei uns zu Gast. Das freut uns natürlich sehr“, erzählt Marie-Theres Berger. Das Zickerreith (Rosenau am Hengstpaß 7, 4581 Rosenau) ist dienstags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet und besticht mit selbst gebackenem Brot und Mehlspeisen.

 

 

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