2020 erblickten 568 Babys im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf das Licht der Welt
KIRCHDORF AN DER KREMS. 568 Babys verhalf das Geburtshilfeteam im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum (PEK) Kirchdorf 2020 zum Start ins Leben – damit bleibt nach 565 Neugeborenen im Jahr zuvor die Geburtenbilanz stark. Trotz der Herausforderungen im Corona-Jahr gelang es, für die werdenden und frischgebackenen Mütter und ihre Babys ein sicheres, familiäres Umfeld zu schaffen. Das Besuchsverbot erlebten viele Patientinnen sogar als positiv.

Jede Geburt ist ein sehr emotionales Erlebnis und will von Beginn an optimal betreut sein. Dementsprechend sorgt das Team des Family Centers im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf – Hebammen, Gynäkologen, Pflegekräfte und Kinderärzte – für umfassende Hilfestellung und Begleitung der schwangeren Patientinnen, für eine liebevolle, intime Umgebung und für die größtmögliche Sicherheit auch im Hinblick auf die medizinische Kompetenz bei Risikoschwangerschaften und etwaigen Komplikationen. „Speziell Frauen, die ihr erstes Kind zur Welt bringen, haben viele Fragen, und teils bestehen Unsicherheiten rundum die bevorstehende Geburt“, weiß Hermann Enzelsberger, der Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im PEK Kirchdorf. „Weil unser Team sie von der Geburtsvorbereitung an intensiv begleitet, stets für Fragen und Anliegen da ist und auf diese Weise viel Vertrauen aufbaut, fühlen sich die werdenden Mütter auf dem ganzen Weg zur Geburt – bis hinein ins Kreißzimmer – sehr sicher.“
Wassergeburt nach wie vor beliebt
Auch im vergangenen Jahr hat die Wassergeburt einen besonderen Stellenwert im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf eingenommen. Rund ein Drittel aller werdenden Mütter aus der Region Pyhrn-Eisenwurzen brachte ihr Baby im Wasser zur Welt. Damit ist das PEK Kirchdorf eine der führenden Kliniken in Sachen Wassergeburt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand, sagt Josef Hager: „Wir brauchen bei Wassergeburten weniger Schmerzmittel und es treten weniger Verletzungen des Dammes auf. Zudem ist der Blutverlust niedriger und das warme Wasser regt die Wehentätigkeit an.“
Weniger Stress im Wochenbett
Für die Patientinnen und das Team war 2020 aufgrund der Pandemie ein außergewöhnlich herausforderndes Jahr. „Trotz der notwendigen Beschränkungen und Regelungen für einen sicheren Krankenhausbetrieb war und ist das Klinikpersonal stets bemüht, den Start in das Leben als Familie so angenehm wie möglich zu gestalten“, betont Monika Kaiblinger, Hebamme im PEK Kirchdorf. So durften und dürfen Väter bei der Geburt anwesend sein, und auch die gemeinsame Zeit zum Kennenlernen und Kuscheln nach der Geburt sollte für die jungen Familien nicht zu kurz kommen. Für Mütter und ihre Babys zeigte das Besuchsverbot sogar positive Auswirkungen. „Das Ausbleiben von Besuchen im Wochenbett hat deutlich Stress reduziert – die Mütter und ihre Kinder erholten sich dadurch besser und rascher von den Geburtsstrapazen. Auch beobachteten wir, dass es zu weniger Milchstau und Brustentzündungen kam“, erklärt Michaela Schweiger, die Stationsleiterin des Family Centers. Viele Mütter bestätigten gegenüber dem Personal, dass sie mehr Zeit hatten, sich auf ihre Babys zu konzentrieren, und dass sogar das Stillen früher funktionierte.
Gleichbleibend starke Geburtenbilanz
Mit 568 Babys – davon 264 Mädchen und 304 Buben – erblickten 2020 im Pyhrn-EisenwurzenKlinikum Kirchdorf etwa gleich viele Kinder wie im Jahr zuvor das Licht der Welt. Damit konnte man bei der Geburtenbilanz an frühere Jahre anschließen: 2018 wurden in Kirchdorf 580 Babys geboren, 2017 wurde ein wahrer Babyboom mit über 600 Geburten verzeichnet.
Mit neuer Leitung ins neue Jahr
Das neue Jahr bringt mit Josef Hager einen neuen, interimistischen Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Der seit 1994 leitende Oberarzt der Abteilung folgt damit Hermann Enzelsberger, der in den wohlverdienten Ruhestand wechselt.


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