Tobias Pramberger spendete seine Stammzellen an einen Leukämie-Patienten

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Tobias Pramberger spendete seine Stammzellen im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz. (Foto: Krankenhaus der Elisabethinen)
Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 15.04.2021 18:44 Uhr

INZERSDORF IM KREMSTAL. Mit seinen Stammzellen gibt Tobias Pramberger aus Inzersdorf einem Leukämie-Patienten aus Deutschland Hoffnung auf Genesung.

Weihnachten 2018 hat sich Tobias Pramberger bei einer Blutspendeaktion in Kirchdorf über die Blutzentrale als Stammzellenspender typisieren lassen. „Ich habe mir damals im ersten Moment nichts dabei gedacht. Es hieß, die Chance sei sehr gering, dass man kontaktiert werde“, erzählt der 23-jährige Inzersdorfer. Umso überraschter war er, als ihn im Jänner, rund zwei Jahre nach der Typisierung, ein Anruf der Blutzentrale Linz erreichte. „Mir wurde mitgeteilt, dass mein Blut passen könnte und ich wurde gebeten, zur Blutabnahme nach Linz zu kommen“, berichtet der für den SV Grün-Weiß Micheldorf spielende Torhüter. Vor rund zwei Wochen kam dann erneut ein Anruf: Die Stammzellen passen 1:1 zu einem Leukämie-Patienten in Deutschland.

Nach kurzer Bedenkzeit zugesagt

„Ich habe um kurze Bedenkzeit gebeten, mich über die Stammzellenspende etwas genauer informiert und eine Nacht darüber geschlafen. Am nächsten Tag habe ich zugesagt“, erzählt der junge Inzersdorfer. Es sprach nichts dagegen, nur Zeit müsse man sich nehmen, so Pramberger, das sei jedoch für ihn als Studenten der Kommunikationswissenschaft leicht möglich gewesen und „wenn man Leben retten kann, dann macht man das gerne.“

Spende im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz

Vier Tage vor dem geplanten Spende-Termin musste sich der 23-Jährige zweimal am Tag vorbereitende Injektionen spritzen. „Damit vermehren sich die Stammzellen. Die Überschüssigen werden dann am Tag der Spende abgenommen“, erklärt Tobias Pramberger. Gestern, am Mittwoch, 21. April, wurden im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz diese Zellen entnommen. „Dabei wird das Blut abgenommen, über eine Maschine gefiltert und kommt dann wieder zurück in den Körper. Das hat weniger als vier Stunden gedauert. Die Hände kann man dabei nicht bewegen, aber Musik hören und fernsehen. Es lässt sich gut aushalten. Zudem ist immer jemand vom Krankenhauspersonal dabei. Man wird sehr gut betreut und ich habe mich sehr wohl gefühlt“, erzählt der Inzersdorfer. Sofern alles geklappt hat, sollten seine Stammzellen heute dem Patienten in Deutschland verabreicht worden sein.

Kaum Nebenwirkungen

„Ich hatte ein bisschen Kreuzweh und war gestern nach der Spende etwas müde. Heute fühle ich mich wieder ganz gut und nächste Woche möchte ich wieder normal trainieren“, fühlt sich der Stammzellenspender wieder fit und empfiehlt die Typisierung jedem, dem es gut geht: „Es wäre schön, wenn sich mehr Menschen als Stammzellenspender registrieren würden. Wenn man weiß, es gibt jemanden, der das braucht und man kann damit ein Leben retten kann, ist das eine gute Sache. Man wäre selbst in so einer Situation auch froh, Stammzellen zu erhalten.“ In Österreich sind derzeit rund 70.000 Menschen als mögliche Stammzellenspender erfasst. Die Chance, dass man dann als geeignet kontaktiert wird, liegt bei rund einem Prozent. Die Fahrtkosten und die Kosten für die Medikamente werden ersetzt.

Treffen mit dem Stammzellen-Empfänger ist nach zwei Jahren möglich

Wenn es dem Patienten gut geht und er gesund ist, dürfen sich Spender und Empfänger nach zwei Jahren kennenlernen, sofern sie das wollen. „Ich würde ihn schon gerne kennenlernen. Ich hoffe das beste für ihn und dass meine Stammzellen sein Leben retten“, sagt der Inzersdorfer.

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