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BEZIRK KIRCHDORF. Im Frühjahr, wenn die Wiesen grün werden, die Zäune gespannt sind und die Kühe bereits das frische Futter riechen, startet die neue Almsaison. In wenigen Wochen werden die Weidetiere auf Almen und Weiden aufgetrieben. Aus diesem Anlass bitten die Landwirte die Wanderer und Radfahrer darum, sich an bestimmte Regeln zu halten.

Johann Feßl, Obmann des OÖ Almvereins (Foto: Feßl)
  1 / 4   Johann Feßl, Obmann des OÖ Almvereins (Foto: Feßl)

Die Bergkräuterwiesen sind Futtergrundlage und natürlichste Bedingungen für Rind, Schaf oder Pferd. Gestärkte Zuchttiere und unter natürlichsten Bedingungen gewachsene Lebensmittel sind das Ziel der Auftreiber. Sie garantieren damit ein sauberes und gepflegtes Landschaftsbild, eine Grundlage für die Erholungssuchenden.

Konflikte mit Weidetieren oder Grundeigentümern vermeiden

„Jetzt beginnt die Zeit, die Landschaft und unsere Almen zu genießen oder den einen oder anderen Gipfel zu erstürmen. Um ein gutes Miteinander zu gewährleisten, sehe ich es als unsere Aufgabe, Wanderer zu sensibilisieren. Die zehn Verhaltensregeln auf Almen müssen in ,Aller Munde' sein, um Konflikte mit Weidetieren oder Grundeigentümern zu vermeiden“, betont Landwirtschaftskammerrätin und Mitglied des Bergbauernausschusses in der LK OÖ Sabine Herndl aus Steyrling.

Hunde an die Leine

Die Vorsitzende des Bäuerinnenbeirats Kirchdorf erklärt: „Ist man mit einem Hund in der Natur unterwegs, ist klar geregelt, dass dieser immer angeleint sein muss. Hunde werden von Muttertieren aus Naturinstinkt zum Schutz der eigenen Jungtiere als Gefahr wahrgenommen. Gerade hier ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.“

Ruhiges Durchqueren der Weide

Auch Bezirksbauernkammer-Obmann Andreas Ehrenhuber betont: „Als Rinderzüchter gebe ich unser oberstes Prinzip im Umgang mit Tieren weiter. Das Durchqueren einer Weide muss ruhig passieren. Ein Hund ist anzuleinen und bei Gefahr laufen zu lassen.“

Auf den gekennzeichneten Wegen bleiben

„Die Grundeigentümer sind bereit, unter klaren Bedingungen die Erholung in der Natur zu ermöglichen. Die bisherige gelebte Praxis war meist zufriedenstellend. Die intensive Naturnutzung macht es notwendig, über Aufklärungsarbeit die Einhaltung der Spielregeln zu garantieren. Auf den gekennzeichneten Wegen zu bleiben, ist ein wesentlicher Beitrag, um ein gegenseitiges Verständnis zu erhalten“, ergänzt Sabine Herndl.

Einhaltung der Spielregeln

OÖ Almvereinsobmann und Bürgermeister von Edlbach, Johann Feßl weiß: „Dort wo bisher hunderte Ausflugstouristen unterwegs waren, werden coronabedingt tausende gezählt. Das verlangt Spielregeln, das Einhalten von Spielregeln und aus heutiger Sicht auch Ordnungshüter, die sich um die Einhaltung der Spielregeln kümmern.“


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Franz Hofstätter
Franz Hofstätter
08.05.2021 18:06

Leinenzwang für Hunde in der Natur?

Ich würde die Landwirtschaftskammerrätin Herndl bitten öffentlich zu kommunizieren auf welche gesetzliche Grundlage sich Ihre Aussage bezieht, dass Hunde in der Natur grundsätzlich an der Leine zu führen sind. Weder im OÖ Hundehaltegesetz noch im Jagdgesetz sind derartige Bestimmungen verankert.