Sportunion Pettenbach trauert um Gründungsmitglied Julius Pamminger

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Susanne Winter, MA Tips Redaktion Susanne Winter, MA, 17.01.2022 11:28 Uhr

PETTENBACH. Hart getroffen wurde die Union Pettenbach von einer Nachricht vor zwei Monaten: mit 95 Jahren starb am 22. November mit dem „Urgestein“ Julius Pamminger das älteste noch lebende Gründungsmitglied der Union Pettenbach.

Durchaus ernst gemeint hatte der Verstorbene, der schon zu seinen Lebzeiten zur Legende in Pettenbach wurde, seinen Beitritt bei der Union just am 1. April 1947. Als 25. Mitglied schloss sich Julius Pamminger dem Verein an, 1948 wirkte er bereits als Fachwart für Fußball, dieser Sportart fühlte er sich zwar am meisten verbunden, er war aber auch in anderen Sparten aus dem Vereinsgeschehen einfach nicht wegzudenken. 1949 wurde er zum Obmann-Stellvertreter gewählt, ab 1954 arbeitete er als Fachwart für Leichtathletik und betreute ab 1963 auch noch die Tischtennis-Sektion, wo er schon ab 1949 der 1. Mannschaft angehörte. Bis zu seinem 65. Lebensjahr frönte er dieser Passion in der A- oder B-Mannschaft.

Diebstahl-Schutz

Eine nette Anekdote aus dieser Zeit regt zum Schmunzeln an: Die Anreise zu den Vergleichskämpfen in Bad Ischl, Rosenau am Hengstpaß, Wels oder Linz bewältigte der Meister der Steyr Daimler Puch AG damals, „logischerweise“ mit einem Puch 500 und weil der kostbare „Untersatz“ vor denkbarem Diebstahl geschützt werden sollte, wurde jeweils nach der Ankunft der Verteiler ausgebaut.

Leiter der Sektion Tischtennis

Bis 1974 leitete Julius Pamminger die Tischtennis-Sektion, „Spiele gegen ihn waren immer ein harter Kampf, verbissen brachte er jeden Ball zurück. Aufgeben war für Ihn keine Option, seine Ziele verfolgte er selbstlos. Dabei verlor er nie die Beherrschung und achtete sein Gegenüber“, drücken seine Mitstreiter und Gegner gleichermaßen ihre Wertschätzung für den Vorzeigesportler aus.

Helfer und Ratgeber für alle

Seine Hilfsbereitschaft kannte keine Grenzen, wo Julius Pamminger helfen konnte, unterstützte er selbstlos die Sportler der Union und hatte dabei stets deren Wohl im Auge. Für sein unermüdliches Engagement wurden ihm zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen zuteil, darunter das Landessportehrenzeichen in Gold, das ihm vom ehemaligen Landeshauptmann Josef Pühringer verliehen wurde.

Fußball-Leidenschaft überwog noch ein wenig mehr

Trotz seiner Begeisterung quer durch den „Vereinsgarten“ galt die große Vorliebe des Verstorbenen dem Fußball, wo er ab 1971 gemeinsam mit Sektionsleiter Bert Hochreiter ein „untrennbares“ Gespann bildete. Union Obmann Karl Strauß erinnert sich an Meilensteine, die mit größter Unterstützung Pammingers gesetzt wurden: „1973 wurde das Clubheim der Fußballer am alten Sportplatz errichtet,1977 wurden die hölzernen Kabinen ersetzt, 1992 wurde an der Nordseite eine Tribüne errichtet, bei allem war Julius mit Leib und Seele involviert. Ab 1994 war Julius mein Stellvertreter, Präsident FranzStaudinger, als Sektionsleiter Fußball, die Zusammenarbeit war für mich nicht nur eine besondere Ehre, ich konnte mich auch 100-prozentig auf ihn verlassen. In der Mitte der 90er Jahre wurde auf den Pfarrgründen eine neue Sportanlage errichtet, das stellte eine ziemliche Herausforderung in wirtschaftlicher und sportlicher Hinsicht dar, aber Julius achtete stets darauf, dass auch die finanziellen Möglichkeiten des Vereins nicht überstrapaziert wurden. Nach der Bauphase 2000 bis 2002 mit Tribüne und Hauptfeld wurde 2002 das erste Meisterschaftsspiel auf der neuen Anlage ausgetragen.“

Sein Herz schlug für die Fußballer

Den Besuch von Heimspielen ließ sich der stets faire Anhänger auch nicht im hohen Alter und bei schlechter werdendem Gesundheitszustand nicht nehmen, aber wenn er nicht an Auswärtsspielen teilnehmen konnte, wollte er so rasch wie möglich vom Ergebnis informiert werden. So sehr er sich über Erfolge der Kicker freuen konnte, der ausgleichende Fußball-Kenner brachte gerade auch bei Niederlagen Verständnis für die Sportler auf. Bei Siegen war er mittendrin, aber er litt auch mit ihnen, wenn es nicht so gut lief und richtete sie in seiner nimmermüden Fürsorge wieder auf. Dabei verstand er es immer, wie Zeitzeugen berichten, Emotionen nicht überborden zu lassen.

Als Höhepunkte Meistertitel und der Enkel in der Kampfmannschaft

2001 fixierte die Union Pettenbach den Meistertitel in der Landesliga Ost, stieg damit in die Oberösterreich-Liga auf und konnte 2003 sogar den „Vizemeistertitel“ in der höchsten Amateurspielklasse Oberösterreichs feiern. Nicht nur diese außergewöhnlichen Leistungen bereiteten Julius Pamminger eine Riesenfreude, sondern auch sein Enkel Dietmar, der es nach den Nachwuchsteams sogar in das A-Team schaffte.

Sportunion Pettenbach vermisst ihren Fußball-Opa

„Seine“ Fußballer trauern gemeinsam mit jenen, die in den übrigen Sektionen den Enthusiasmus und die helfende Hand des Verstorbenen zu schätzen wussten und traurig einen ganz besonderen Menschen vermissen. Karl Strauß bringt es deutlich zum Ausdruck: „Mit Wehmut und großer, aufrichtiger Dankbarkeit seitens der Fußballerfamilie, des gesamten Vereins und ganz besonders in meinem eigenen Namen nehmen wir Abschied von dir, lieber Julius. Deine Wertschätzung und gegenseitige Achtung waren eine große Bereicherung für unser Vereinsleben auf allen Ebenen. Du hast die Heimreise angetreten, wir werden dir stets ein ehrendes Andenken als unseren unersetzlichen Fußball-Opa bewahren.“

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