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KLAUS/STEYRLING. Rudolf Mayr ist schon viele Jahre für die Geschicke der fünftgrößten Gemeinde im Bezirk verantwortlich. Als Bürgermeister (SPÖ) von Klaus, Steyrling und Kniewas sprach er mit Tips über leistbare Baugründe, Zukunftsvisionen, kommende Herausforderungen und das 20-jährige Bürgermeisterjubiläum.

Bürgermeister Rudolf Mayr Foto: SPÖ
Bürgermeister Rudolf Mayr Foto: SPÖ

Tips: In Klaus und Steyrling wird nach wie vor sehr umtriebig gebaut. Wie ist der aktuelle Stand?

Rudolf Mayr: Das läuft sehr zufriedenstellend, in Klaus sind bereits 26 Bauparzellen verkauft und auch in Steyrling erfreuen sich die Grundstücke großer Beliebtheit. Hier ist ebenfalls circa die Hälfte vergeben. Auch ein Wohnprojekt mit 20 Eigentumswohnungen wartet auf die Umsetzung. Wir haben viele Rückkehrer (Anmerkung: Ex-Klauser und Ex-Steyrlinger), die wieder in ihre Heimatgemeinde zurückziehen, aber auch Familien, die sich hier ganz neu ansiedeln. Das ist dank der leistbaren Baugründe möglich.

Tips: Wie sehen Sie die Außenwahrnehmung der Gemeinde Klaus/Steyrling? Schafft die Gemeinde mit ihren engagierten Bauvorhaben eine Trendwende von der Abwanderung zum Zuzug?

Rudolf Mayr: Viele neue Eigenheime sind entstanden und dadurch ist tatsächlich die Einwohnerzahl seit dem Jahr 2021 stabil. Wir werden von Nichtkundigen als nebelfreie Gemeinde mit einer intakten Umwelt wahrgenommen, die noch dazu aufgrund von Zug und Autobahn eine gute Anbindung aufweist. Eigentlich ein Paradies für Jungfamilien, was sich auch in der Verjüngung unserer Einwohner niederschlägt. Erstmals haben wir auch eine Warteliste bei den Kindergartenplätzen. Unser Ziel ist, dass die Volksschule Steyrling wieder zweiklassig und die Musikvolksschule Klaus wieder dreiklassig wird. Wir bemühen uns auch, die sozialen Angebote in der Gemeinde kontinuierlich voranzutreiben. Ich glaube, die suchen bereits ihresgleichen.

Tips: Wie sieht die künftige Ortsentwicklung aus? Welche Projekte stehen an?

Rudolf Mayr:Unsere Gemeinde soll Lebensqualität für alle Generationen bieten. Eine meiner Herzensangelegenheiten ist das „Wohnen mit Service“. Das ist ein barrierefreies Wohnprojekt in Steyrling mit zehn vollausgestatteten Wohneinheiten und einem großen Gemeinschaftsbereich, der es den Bewohnern ermöglicht, zusammen Zeit zu verbringen. Außerdem planen wir in Steyrling den Erweiterungsbau der Feuerwehr und künftig eine neue Bergrettungszentrale. Das Musikvereinsgebäude soll adaptiert und die Straßenbeleuchtung modern und „intelligent“ werden. Auch die Nahversorgung gilt es zu sichern und der Wunsch nach einem neuen Beherbergungsbetrieb soll weiterverfolgt werden.

Tips: Auf welche Veranstaltungen freuen Sie sich in nächster Zeit besonders?

Rudolf Mayr:Es ist das Jahr der Jubiläen und hat im Gemeindekalender natürlich einen Fixpunkt. Unser Musikverein Klaus feiert das 50-jährige Bestehen, die Feuerwehr Klaus ihr 30-jähriges Jubiläum und ich bin als Bürgermeister 20 Jahre im Amt.

Tips: Das ist eine gute Gelegenheit, zurückzublicken und eine Zwischenbilanz zu ziehen. Wenn Sie die 20 Jahre als Bürgermeister im Hinterkopf behalten, was würden Sie spontan antworten auf:

Gelungen sind mir …

Rudolf Mayr: … der Radweg- Lückenschluss, die Wohnbauinitiative mit leistbaren Baugründen in Klaus und Steyrling, die Sicherung des Schulstandortes und der oberösterreichweit bekannte Lokschuppm.

Respekt habe ich vor…

Rudolf Mayr: … der Ehrenamtlichkeit der Bevölkerung, diese Bereitschaft trägt unsere Gemeinde.

Am schwierigsten war…

Rudolf Mayr: … eindeutig die zehnjährige Vorlaufzeit für das Projekt „leistbare Baugründe“ und nach jahrelangen Bemühungen die endgültige Finanzierungszusage für den Radweg-Lückenschluss.

Mein Erfolgsrezept lautet…

Rudolf Mayr: … durch das Reden kommen die Leute zusammen.

Den Erfolg als Bürgermeister spüre ich am meisten, …

Rudolf Mayr:… wenn ein ehrliches Dankeschön von einem Gemeindebürger kommt.


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