Ausstellungseröffnung: Leonsteiner Landesvermesser im Fokus
GRÜNBURG. Vor über 350 Jahren erstellte der Landesvermesser und Topograf Georg Matthäus Vischer die erste detailgenaue Landkarte vom „Land ob er Enns“, die 1669 in Kupfer gestochen und gedruckt wurde. Nun erinnert eine Ausstellung im Schloss Leonstein an das Leben dieses Universal-Künstlers.

Mit einem Gradbogen zur Bestimmung von Höhen- und Neigungswinkeln, Messkette und Zirkel vermaß Georg Matthäus Vischer vor über 350 Jahren erstmals das Land Oberösterreich. Der Bauernbub aus dem Pitztal in Tirol erschuf damit in gerade einmal neun Monaten die erste, wirklich brauchbare Landkarte vom „Land ob der Enns“. Unterstützung hatte er dabei bloß von einem Gehilfen und drei Pferden.
„Er war auch einer der Ersten, der die Landkarte genordet hat. Früher waren die Karten nach Süden hin ausgerichtet“, erzählt der Leonsteiner Heimatforscher August Pfaffenhuemer. Damit zählt der 1628 geborene Georg Matthäus Vischer nach wie vor zu den bedeutendsten Kartographen und Topographen weit über das 17. Jahrhundert hinaus.
Mobile Wanderausstellung
Die nun neu eröffnete Wanderausstellung im Schloss Leonstein erzählt aber nicht nur von den Erfolgen und der Persönlichkeit Vischers, sondern nimmt auch Bezug auf die technischen und künstlerisch-handwerklichen Voraussetzungen, die dem Universal-Künstler damals zur Verfügung standen. Auch wird Vischers Aufenthalt in der Pfarre und Herrschaft Leonstein von 1666 bis 1696 beleuchtet.
Konzipiert wurde die Ausstellung von August Pfaffenhuemer in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Grünburg. Georg Matthäus Vischers Leben wurde als mobile Wanderausstellung gestaltet – gedruckt auf Wellpappe. „Die Ausstellung wird im September auch beim Fest der Volkskultur in Molln im Foyer der Gemeinde Molln präsentiert werden“, berichtet August Pfaffenhuemer.


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