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MRT-Gerät für das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf: Aufnahme im Österreichischen Strukturplan Gesundheit beantragt

Susanne Winter, MA, 21.11.2022 16:35

KIRCHDORF AN DER KREMS. Lange wurde es bereits gefordert, nun ist das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf einem Gerät für die Magnetresonanztomographie (MRT) einen Schritt näher gekommen. In der heutigen Sitzung der Landeszielsteuerungskommission wurde beschlossen, für Oberösterreich drei MR-Geräte zur Aufnahme in den Großgeräteplan des Österreichischen Strukturplans Gesundheit (ÖSG) zu beantragen. Ein Gerät ist für das PEK Kirchdorf eingeplant.

MRT-Untersuchungen werden beinahe in allen Fachbereichen benötigt. (Foto: OÖG)
MRT-Untersuchungen werden beinahe in allen Fachbereichen benötigt. (Foto: OÖG)

Bei der Sitzung der Landeszielsteuerungskommission wurde der Beschluss zur Beantragung von drei weiteren Magnetresonanztomographie-Geräten (MRT) für Oberösterreich bei der Bundeszielsteuerungskommission gefasst. Zwei der drei Geräte sind für die Kliniken der Oberösterreichischen Gesundheitsholding in Freistadt und Kirchdorf eingeplant. Ein Gerät soll künftig im Klinikum Wels-Grieskirchen stehen.

MRT-Untersuchungen

Anders als beispielsweise bei der Computertomografie, werden für die Erzeugung von MRT-Bildern keine Röntgenstrahlen genutzt, sondern Magnetfeld- und Radiowellen. Das ermöglicht Aufnahmen des menschlichen Körpers, die mit anderen bildgebenden Verfahren nicht oder nur sehr schlecht möglich sind. Schädeluntersuchungen, die Diagnose eines Schlaganfalls, die Untersuchung von Gefäßen, inneren Organen oder dem Bewegungsapparat – all das leisten moderne Magnetresonanz-Geräte. Die MRT-Untersuchung ist für eine exakte Diagnostik in vielen Fachbereichen unerlässlich.

Wohnortnaher Zugang zur Spitzenmedizin

„Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung der Landeszielsteuerungskommission. Sie gibt uns die Möglichkeit, unseren regionalen Versorgungsauftrag noch besser zu erfüllen und den Patienten auch in diesem Bereich einen wohnortnahen Zugang zur Spitzenmedizin bieten zu können. Das ist nicht nur ein wichtiger Impuls für die Region, sondern vor allem eine wichtige Investition in die Gesundheitsversorgung der Menschen in diesen Regionen. Zudem gibt es uns die Möglichkeit, hier eine vollständige medizinische Ausbildung anbieten zu können“, begrüßt der Vorsitzende der OÖ Gesundheitsholding Franz Harnoncourt diesen nun weiteren Schritt in der MRT-Planung Oberösterreichs.

Weitere Schritte

Nach dem Beschluss in der Landeszielsteuerungskommission sind aufgrund der geltenden Rahmenbedingungen weitere Schritte des Genehmigungsverfahrens einzuhalten:

  • Antrag an die Bundeszielsteuerungskommission auf Änderung des ÖSG-Großgeräteplans
  • bei Zustimmung: Novellierung oder Neuerlassung der ÖSG-Verordnung im Wege der Gesundheitsplanungs-GmbH (Herbst 2023)
  • Novellierung oder Neuerlassung des 2. RSG OÖ 2025

Entsprechend des Genehmigungszeitplans werden die baulichen Vorbereitungen in den Kliniken getroffen.

Wartezeiten werden damit verkürzt

Die Installierung weiterer MRT-Geräte ermöglicht eine noch schnellere Abwicklung der Untersuchungen und damit eine noch raschere Behandlung der Patienten. Für das Klinikum Kirchdorf, mit jährlich mehr als 9.000 stationären und knapp 48.000 ambulanten Patienten, birgt das MRT entscheidende Vorteile. „Das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf ist wichtiger Gesundheitsversorger in der Bergsportregion Pyhrn-Eisenwurzen. Besonders die Abteilung für Traumatologie versorgt jährlich zahlreiche Patienten nach Unfällen in der Region. Darüber hinaus ist das Pyhrn-Eisenwurzen-Klinikum Kirchdorf ein wichtiger Versorger für Erkrankungen am Bewegungsapparat, die aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung stark zunehmen. Ein MRT direkt am Standort Kirchdorf bringt sowohl für Patienten als auch für die Experten im PEK Kirchdorf zahlreiche Vorteile mit sich. Wartezeiten können verkürzt und Behandlungen umgehend gestartet werden“, freut sich Kirchdorfs Ärztlicher Direktor Michael Hubich, über die Entscheidung.


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