Pfarre und Klinikum Kirchdorf ermöglichen jungem Mann aus Tansania ein Leben auf zwei Beinen
KIRCHDORF AN DER KREMS. Eine Zukunft auf zwei Beinen – die ist nun greifbar für Biko, einem 24-jährigen Mann aus Tansania, mit vollem Namen Joachim Fransisco Bikolimana. Ermöglicht wird ihm dieses „neue“ Leben vom Kakonko-Team der Pfarre Kirchdorf und dem Personal im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf.

Seit ein paar Tagen ist Biko in Kirchdorf und wurde im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum (PEK) Kirchdorf aufgenommen. Biko hat nur ein gesundes Bein, das andere sowie seine Arme sind fehlgebildet. Trotz dieser schweren Behinderung ist er sehr geschickt: Er kann sich eigenständig ankleiden, essen, trinken und schreiben. Das Kakonko-Team der Pfarre Kirchdorf, das seit vielen Jahren in Tansania für Menschen mit Behinderungen aktiv ist, ermöglichte nun mit vielen weiteren Förderern, dass Biko eine Beinprothese bekommt.
Nach den Voruntersuchungen im PEK Kirchdorf wird demnächst die Operation erfolgen. „Eine Beinprothese ermöglicht Biko ein eigenständiges Leben“, erklärt Orthopäde Thomas Pauzenberger, der vor einem Jahr beim Projektbesuch in Kakonko den Patienten vor Ort untersuchte. „Biko kann sich nur auf einem Bein hüpfend weiterbewegen, das sehr geschickt. Damit seine Gelenke des gesunden Beins geschont werden und er die Möglichkeit hat, eine Weiterbildung zu machen, ist eine Beinprothese nötig.“ Die Operation wird Thomas Pauzenberger mit seinem Bruder, dem Gefäßchirurgen Christian Pauzenberger – beide Oberärzte im PEK in Kirchdorf, durchführen.Günther Humer, Projektleiter, stellte beim Sonntagsgottesdienst der Gemeinde das Kakonko-Team mit Biko vor und lud anschließend zu einem Stehkaffee. Die Leute waren angetan, wie wendig sich Biko bewegt und wie geschickt er beim Essen und Trinken ist. Er freute sich sichtlich über die Kontakte zu den Kirchdorfern.Biko wird ein halbes Jahr in Österreich sein, das Kakonko-Team mit 15 Personen, die sich ehrenamtlich engagieren, kümmern sich gemeinsam mit Projektleiter Günther Humer um Biko. Eine davon ist Maria Spernbauer, die viele Jahre in Afrika als Hebamme tätig war und Bikos Sprache spricht.


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