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MICHELDORF IN OÖ. Anlässlich des Internationalen Frauentages fand die Auftaktveranstaltung des Gewaltprojektes „STOP – Gewalt an Frauen“ im Freizeitpark Micheldorf statt. In Zusammenarbeit mit dem Gewaltschutzzentrum Oberösterreich wurden 16 Rollups zu unterschiedlichen Formen von Gewalt erstellt, um das Thema sichtbar zu machen. Diese wurden im Zuge der Veranstaltung ausgestellt.

  1 / 3   V.l.: Bezirkshauptfrau Elisabeth Leitner, Bundesrätin Bettina Lancaster, Bezirksinspektorin Gerlinde Hohlrieder, Markus Antesberger (Neustart - Gewaltprävention), Maria Casagrande (Kinderschutzzentrum WIGWAM), Abgeordnete des Landes OÖ Doris Margreiter, SPÖ Bezirksfrauenvorsitzende Martina Reinthaler und Bürgermeister Horst Hufnagl (Foto: privat)

Im Bezirk Kirchdorf gab es im Vorjahr 76 Betretungsverbote (wer eine Person angreift, bedroht oder verletzt, kann von der Polizei wegwiesen werden) mit circa 18 einstweiligen Verfügung.

„Es ist traurig und erschütternd, dass Männergewalt an Frauen solch dramatische Ausmaße hat jeder einzelne kann dazu einen Beitrag leisten. Gewalt gegen Frauen und Kinder ist nach wie vor ein großes Problem. Geben wir dieser Gewalt keinen Platz und kämpfen wir gemeinsam für ein gewaltfreies Leben für alle“, sagt SPÖ Bezirksfrauenvorsitzende Martina Reinthaler.

Bei der Auftaktveranstaltung des Gewaltprojektes „STOP – Gewalt an Frauen“ im Freizeitpark Micheldorf nahmen Bezirksinspektorin Gerlinde Hohlrieder, Markus Antesberger von Neustart - Gewaltprävention, Maria Casagrande vom Kinderschutzzentrum WIGWAM und die Abgeordnete des Landes OÖ Doris Margreiter am Podium Platz. SPÖ Bezirksfrauen-Vorständin Martina Reinthaler moderierte die Diskussion und konfrontierte die Gäste mit allerhand interessanten Fragestellungen zum Thema.

Hilfe und Unterstützung

Im Bezirk Kirchdorf finden Betroffene, Täter und Beteiligte unterschiedlichste Hilfe und Unterstützung. „Männerberatung oder Anti Gewalt Training wird von Neustart in verschiedenster Art und Form angeboten“, sagt Markus Antesberger.

„Jedes Kind braucht einen Erwachsenen, für den die Sonne aufgeht, wenn es den Raum betritt“, weiß Maria Casagrande. Die Sozialberaterin und Prozessbegleiterin in der Elternberatung informierte wie wichtig es ist, das Kinderschutzzentrum WIGWAM im Bezirk zu haben und wie sich ihre Arbeit in den vergangenen Jahren verändert hat. „Kinder spüren, leiden und werden oftmals dadurch verschlossen, wenn es Gewalt oder zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen den Eltern kommt“, so Casagrande.

Frauenhäuser sind Hilfs- und Schutzeinrichtungen für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Sie bieten mehr als nur ein Dach über dem Kopf, sind Zufluchtsstätten und bieten durch die Mitarbeiterinnen Unterstützung, um die Gewalterfahrungen aufzuarbeiten und neue Lebensperspektiven zu erarbeiten. Im Bezirk Kirchdorf gibt es zwar kein Frauenhaus, aber zwei Übergangswohnungen und die Frauenberatungsstelle BERTA.

Niemand muss sich scheuen, im Ernstfall Hilfe in Anspruch zu nehmen:

  • Polizei 133
  • Gewaltschutzzentrum OÖ 0732 607760
  • Frauenhelpline 0800 222 555
  • Männerinfo 0800 400 777
  • OÖ-Krisenhilfe 0732 74956
  • Rad auf Draht 147
  • Kindernotruf 0800 567 567

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