Ehrenamtlich im Einsatz für die Georgibergkirche
MICHELDORF IN OÖ. Hoch oben thront sie über Micheldorf, die Kirche am Georgiberg: Damit dies auch weiterhin so bleibt, setzen sich rund 40 Micheldorfer aktiv für die Erhaltung des Wahrzeichens ein.

Die Kirche, wie sie heute am Georgiberg steht, wurde 1730 fertiggestellt, nachdem sie zuvor durch einen Blitzschlag eingeäschert wurde und wieder aufgebaut werden musste. Den Bau finanzierten damals die Familien Zeitlinger und Holzinger. 1789 erwarb die Gemeinde Micheldorf die Kirche. Um sie beim Erhalt dieses weithin sichtbaren Gebäudes zu unterstützen, gründete eine Gruppe Micheldorfer im April 2023 den „Verein zur Erhaltung der Georgibergkirche“. „Ich habe kleine Kinder und möchte den Zugang zur Kirche am Georgiberg für die nächste Generation erhalten“, sagt Obfrau Leopoldine Berger: „Mein Wunschtraum wäre, dass es darin irgendwann einmal eine Orgel gibt.“
20.000 Euro investiert
„Die Kirche steht unter Denkmalschutz, deshalb sind alle Arbeiten immer mit dem Bundesdenkmalamt abzuklären“, erklärt Leopoldine Berger, warum manches etwas länger dauert als erhofft. Das feuchte Mauerwerk der Kirche wurde trockengelegt, um weitere Feuchtigkeitsschäden zu verhindern. Anschließend galt es, Moos und Schimmel zu entfernen. Eine automatische Belüftungsanlage soll die erneute Schimmelbildung verhindern. Weiters wurden die Schäden an den Innenwänden behoben. Zur Beseitigung von Holzwürmern wurden die Figuren begast. Die Marienfigur erhält zudem eine Restaurierung. Die neuen Handläufe bei der Stiege zur Empore sorgen in Zukunft für mehr Sicherheit.
Sitzplatz-Namensschilder und Veranstaltungen
Bisher wurden mehr als 20.000 Euro Spendengelder in die Instandhaltung investiert und rund 400 Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet. Als nächstes soll die Fassade beim Eingang erneuert werden. Zudem ist der Stein beim Altar und im Eingangsbereich beschädigt. Ausgebrochene Stellen sollen ausgebessert werden. Diese Maßnahmen erfolgen, laut der Obfrau, sobald wieder Geld lukriert werden kann. Dazu werden Sitzplatz-Namensschilder zum Verkauf angeboten. Spenden werden zudem bei Veranstaltungen gesammelt. Wie beispielsweise bei der Adventroas am Sonntag, 8. Dezember. Treffpunkt ist um 17 Uhr im Naturpark, von wo aus gemeinsam mit Fackeln auf den Georgiberg gewandert wird. Um 18 Uhr singt der Jägerchor Inzersdorf, unter der Leitung von Heinz Buder, in der Georgibergkirche. Der Verein freut sich auf viele Besucher und hofft auf Spenden, damit die Georgibergkirche noch lange erhalten bleibt.


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